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Schüler organisierten zum zwölften Mal Toleranztag

Schüler organisierten zum zwölften Mal Toleranztag

Dienstag, 7 Uhr, und im Erlwein-Gymnasium wuselt das Leben. "Klappt das mit dem Beamer?" "Die Materialien bitte verteilen." "Wasser und Glas in die Aula. Das ist für Herrn Hilbert zum Workshop Asyl." In knapp einer Stunde beginnt der Toleranztag.

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Dirk Hilbert diskutierte mit den Schülern über die Asylproblematik.

Quelle: Flechtner

Dresden. Dienstag, 7 Uhr, und im Erlwein-Gymnasium wuselt das Leben. "Klappt das mit dem Beamer?" "Die Materialien bitte verteilen." "Wasser und Glas in die Aula. Das ist für Herrn Hilbert zum Workshop Asyl." In knapp einer Stunde beginnt der Toleranztag, den Schüler der Klassenstufen 5 bis 12 bereits zum zwölften Mal organisieren - zu Themen, die sie bewegen. Aktuell sind das Flucht, Migration und Asyl. Jeder hat seine Aufgabe, alle tragen einen Namensbutton, die Augen leuchten, die Wangen glühen. Sogar die imaginäre Wetter-App funktioniert. Der Regen lässt nach.

Punkt 8 Uhr eröffnet Schulleiterin Renate Kühnel auf dem Schulhof die Veranstaltung. Nach ihr treten die Thementag-Hauptverantwortliche des Schülerrates Sophie Priebe und Schülersprecherin Lydia Fehmel ans Mikrofon. Beide gehen in die 10. Klasse. Bisher hatten sie überhaupt keine Erfahrung mit Eröffnungsreden. "Das war nicht einfach", resümiert Sophie. "Das macht nicht jeder. Und jetzt kann ich sagen, man hat etwas geschafft." Genau. Rund 800 Schüler, Lehrer, Eltern, Sozialarbeiter und Vertreter öffentlicher Organisationen hören eine auf den Punkt gebrachte Ansprache. Der im Anschluss überreichte Scheck aus einem Spendenlauf geht mit 5500 Euro an Unicef Dresden.

Kurz darauf beginnen die Workshops. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) leitet den Dialog in der Aula zur Flüchtlingsproblematik. Andere erstellen eine CD zum Deutschlernen für Flüchtlinge. Es gibt eine Schokoladenwerkstatt, Gespräche über den Tod, Black or White als Tanzmedley, Meditationen, Planspiele, Debatten über Fundamentalismus. Vertreter der Heilsarmee diskutieren mit den Schülern über Menschen, die sozial abgestürzt sind, in wieder einem anderen Raum steht die Gothikszene im Mittelpunkt. Fragen über Fragen, Themen, die Schüler, Eltern, Lehrer, die ganze Gesellschaft beschäftigen.

Deshalb ist der Tag auch eine Gemeinschaftsinitiative. Dem Schülerrat 2003 fiel auf, dass irgendetwas nicht stimmt in der Gesellschaft. Die Schüler sprachen von extremen Tendenzen und riefen den Toleranztag ins Leben. Jedes Jahr gibt es ein neues Motto und in jedem Jahr beginnt direkt mit der Auswertung die Arbeit an der Fortsetzung und damit für Toleranz im Leben und nicht nur an der Schule.

Rosa Hauch

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