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Schon vier Bewerber für Dresdner Tourismusfirma

Schon vier Bewerber für Dresdner Tourismusfirma

Schon vor der im Sommer beabsichtigten neuen städtischen Ausschreibung für den Betrieb der Tourist-Info, die Betreuung von Touristen und die Vermittlung von Unterkünften bringen sich nach DNN-Informationen mindestens drei Mitbewerber in Stellung.

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DTG-Chef Ralph Sander

Von Ralf Redemund

Damit gerät der Tourismusverband Dresden (TVD), der bisher durch die Dresden Tourismus GmbH (DTG) das oben beschriebene Geschäft betreibt, zunehmend unter Druck.

DTG-Chef Ralph Sander hatte sich innerhalb des Verbandes und öffentlich immer damit gebrüstet, dass der TVD die nötige Expertise zur Fortführung der touristischen Vermarktung Dresdens habe. "Wir sind der richtige Partner für diese Aufgabe", tönte Sander. Nur leider erwirtschaftete die DTG bereits im vergangenen einen Fehlbetrag in sechsstelliger Höhe - trotz 900 000 Euro Zuschusses durch die Stadt und obwohl es ein touristisches Rekordjahr war. Und die Misere scheint sich fortzusetzen. Denn wie DNN gestern exklusiv berichteten, hat die DTG in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal bereits einen Verlust von knapp 54 000 Euro eingefahren.

Diese Entwicklung dürfte den potenziellen Mitbewerbern in die Hände spielen. Als größter Hecht im Karpfenteich wird das Hotelportal HRS (Abkürzung für Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH) mit Hauptsitz in Köln genannt. Inzwischen soll schon fast jede zweite Hotel-Buchung über HRS ablaufen. Das digitale Geschäft nimmt zu. Und HRS interessiert sich zunehmend für regionale Märkte, kommt als ein großer Mitbieter in Betracht, heißt es in der Branche.

Ein anderer Mitbewerber hat sich zuletzt - wenn auch vergeblich - an den "Filmnächten am Elbufer" versucht. Das Dresdner Druck- und Verlagshaus, das die Sächsische Zeitung herausgibt, scheiterte im Verbund mit Wolle Förster und anderen (noch) am Stadtrat. Doch der Verlag hat einen guten Ticketservice, ist gut vernetzt in der Tourismusbranche und strebe mit Macht nach neuen, ergänzenden Geschäften, heißt es aus der Branche. Nicht zuletzt wird Sander-Vorgänger Lars Knüpfer als ein Mitbieter gehandelt, ganz zu schweigen von Incoming-Agenturen wie die von Christfried Drescher. Doch aus dieser Ecke gibt es bislang keine Signale, bevor nicht die Stadt die Ausschreibungsbedingungen formuliert hat.

Der zunehmende Wettbewerb ist für die Stadt und den Steuerzahler eine wünschenswerte Situation, besteht doch so die Möglichkeit, Zuschüsse einzusparen, die dringend für den Bau von Kitas und Schulen benötigt werden. Bislang zahlte die Stadt jährlich 900 000 Euro an die DTG. Private Veranstalter könnten das auch billiger, wenn nicht sogar ohne Zuschüsse, lautet die nicht unberechtigte Hoffnung.

Fraglich ist, ob Flughafen-Chef Michael Hupe, der am 31. Mai für die Nachfolge des gescheiterten Jeffrey Pötzsch als TVD-Vorsitzender kandidieren will, weiß, worauf er sich einlässt. Nicht nur die DTG wird für Hupe ein schweres Erbe, auch die drohende Tourismusabgabe wird Prüfstein sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2012

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