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Schöner wohnen in der Elefanten-Anlage: Afrikahaus im Dresdner Zoo wird saniert

Schöner wohnen in der Elefanten-Anlage: Afrikahaus im Dresdner Zoo wird saniert

Die Elefanten brauchen mehr Platz. Deshalb wird das Afrikahaus im kommenden Jahr saniert und erweitert. Drumbo, Mogli und Sawu müssen in dieser Zeit mit einem Interimsbau auf dem Gelände des alten Raubtierhauses vorlieb nehmen.

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Quelle: Catrin Steinbach

Dort steht noch der marode Bau aus DDRZeiten. Der Abriss beginnt in etwa zwei Wochen. Allein 600 000 Euro kosten Abriss und neue Halle. Dass es mit dem Afrikahaus nicht zum besten steht, pfeifen die Spatzen auch außerhalb des Zoos von den Dächern. Nicht nur, dass die Elefanten mehr Platz brauchen. Das Anfang 1999 eröffnete Gebäude, das damals zwölf Millionen D-Mark gekostet hat, hat eine Sanierung bitter nötig. „Die Glasfassade, die zum Außenbereich der Gaststätte zeigt, muss komplett erneuert werden“, sagt Ralf Leidel, Chef des Zoofreunde- Vereins.

Das Holz sei wegen der hohen Luftfeuchtigkeit über die vielen Jahre verrottet. Die Glasfassade werde durch eine massive Wand ersetzt. Für die Belüftung kämen wieder Oberlichter hinein, ergänzt Leidel, der am Donnerstag seinen 65. Geburtstag gefeiert hat. Drinnen im Haus bekommen die Elefanten mehr Platz. „Wir wollen das  ebäude erweitern, die Innenboxen sollen quasi ein ganzes Stück zurückgesetzt, also auf den jetzigen Außenbereich verlegt werden“, erklärt Leidel. Derweil  ihre Behausung auf Vordermann gebracht wird, müssen Drumbo, Mogli und Sawu in einen Interimsbau auf dem Gelände des alten Raubtierhauses ausweichen.

Das im zweiten Weltkrieg arg ramponierte Gebäude war nach 1945 halbwegs wieder instandgesetzt und erweitert worden, hatte Generationen von Löwen, Jaguaren und Schwarzen Panthern, Orang-Utans und Schimpansen sowie Gorilla Benno beherbergt. Die noch verbliebene zweite Hälfte des Raubtierhauses soll nun in 14 Tagen abgerissen werden, um Platz zu schaffen für die Fertigteilhalle. Leidel  zufolge handelt es sich dabei um einen beheizbaren Bau auf etwa 800 Quadratmetern Fläche. Er hat sich gerade eine ähnliche Halle im Münchner Tierpark Hellabrunn angeschaut, in der fünf Elefanten seit 2011 leben. Der unter Denkmalschutz stehende alte Kuppelbau dort wird gleichfalls saniert und umgebaut. Wegen der Sicherheit haben die Münchner ihren Zuchtbullen an den Hamburger Tierpark Hagenbeck ausgeliehen. Was den Zeitplan für die Bauarbeiten in Dresden angeht, rechnet der Zoofreunde- Chef damit, dass das Dresdner Elefanten-Trio noch in diesem Jahr in die Interimshalle umzieht.

In den kommenden beiden Jahren werden dann Drumbo, Mogli und Sawu nur auf der Außenanlage zu sehen sein, in die  Halle haben Besucher keinen Zutritt. Etwa 800 000 Euro kosten Abriss und Fertigteilhalle. Wie teuer die Sanierung und Erweiterung des  Afrikahauses wird, steht noch nicht fest. Die Pläne müssen zudem noch durch Aufsichtsrat und Stadtrat. Von dem Gedanken, dass in Dresden ebenso wie in München Bullen gehalten und Elefanten gezüchtet werden, hat  sich Leidel nicht verabschiedet. „Das gehört einfach zu einer ordentlichen Elefantenhaltung“, ist er überzeugt. Bekanntlich gibt es seit langem Pläne, den Zoo in Richtung Bürgerwiese zu erweitern. Die Erweiterung sei dann der übernächste Schritt. Das Vorhaben scheiterte bislang vor allem am Denkmalschutz (DNN berichteten).

Katrin Richter

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