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Schnellboot gegen Tanker: Die Dresdner Robotron Datenbank-Software GmbH bietet dem großen Konkurrenten SAP Paroli

Schnellboot gegen Tanker: Die Dresdner Robotron Datenbank-Software GmbH bietet dem großen Konkurrenten SAP Paroli

Das Wachstum scheint derzeit dank großer Aufträge aus der Energiewirtschaft bei der Robotron Datenbank-Software GmbH (RDS) im kommunalen Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee keine Grenzen zu kennen.

Dresden .

Dresden (DNN). Das Wachstum scheint derzeit dank großer Aufträge aus der Energiewirtschaft bei der Robotron Datenbank-Software GmbH (RDS) im kommunalen Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee keine Grenzen zu kennen. Grund genug für Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), im Rahmen der DNN-Firmen-Sommer-Tour bei der RDS nach Erfolgsfaktoren zu fragen.

Von Ralf Redemund

Setzten im Jahr 2000 hundert Beschäftigte noch 11,7 Millionen Euro um, werden knapp 300 Mitarbeiter in diesem Jahr 31,1 Millionen Euro erzielen, ist sich Junior-Chef Ulf Heinemann sicher. Bis Ende 2013 will RDS einen neun Millionen Euro teuren neuen Gebäudekomplex in Gittersee errichten und weitere 200 Hightech-Arbeitsplätze schaffen.

"Der Wert unserer Firma liegt in den Mitarbeitern", unterstreicht Ulf Heinemann. Sein Personalkostenanteil liege bei 70 Prozent- und ihm sei wichtig, dass sich die Beschäftigten bei allem Arbeitsstress wohlfühlen. So gebe es nicht nur einen eigenen Sportverein, der beispielsweise Einradfahren und Orientierungslauf anbietet. Auch die geräumigen Büros seien so ausgestattet, dass die Mitarbeiter zwischendurch kreative Pausen einlegen können. Da bediene der eine ein funkferngesteuertes Auto, ein anderer spiele Schlagzeug, um "runterzukommen" und sich für den nächsten Entwicklungsschub fit zu machen. Ulf Heinemann unterstreicht vor allem die technische Expertise seines Teams. Das könne effizient mit großen Datenmengen umgehen. Hinzu komme, dass seine Leute die Sprache des Kunden sprechen. Den Kunden interessiere nicht, wie toll jemand programmieren könne, sondern ob man sein ureigenes Problem versteht und seine Abläufe und Prozesse verbessern kann.

Was macht RDS anders als der Weltkonzern SAP? "Das ist wie der Kampf David gegen Goliath", bemüht Ulf Heinemann einen biblischen Vergleich. Aber es gehe nicht darum, SAP aus den Angeln zu heben, sondern in einer Nische besser zu sein. "Wir sind ein kleines, aber wendiges Boot, SAP ist ein Tanker", zieht Heinemann einen anderen Vergleich. Die Stärken von RDS liegen laut Geschäftsführer in der Angebotskalkulation, der Fachexpertise und in der Kundenansprache.

Dazu kommen starke strategische Partner wie der US-Software-Entwickler Oracle oder der Energieriese EnBW. So betreibt RDS ein Oracle-Schulungszentrum, profitiert von einem "Schulungs-Tourismus", wie Heinemann es nennt. Bei allen Investitionen gelte: "Wachstum ist für uns keine Strategie. Unser Geschäftsverständnis ist unsere Strategie, die Basis für das Wachstum ist", so der RDS-Chef. "Wir agieren innenfinanziert. Unsere Investitionen sind durch die eigene Liquidität gedeckt", fügt Heinemann senior hinzu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2012

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