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Schmuddelkind auf dem Heidefriedhof: Bildhauerin Chodakowska kündigt rechtliche Schritte an

Schmuddelkind auf dem Heidefriedhof: Bildhauerin Chodakowska kündigt rechtliche Schritte an

Nach der kurzfristigen Installation einer Statue mit dem Namen „ Schmuddelkind“ auf dem Dresdner Heidefriedhof will die Dresdner Bildhauerin Małgorzata Chodakowska, von der die Skulptur „Tränenmeer“ stammt, nun rechtlche Schritte einleiten und Unterlassung fordern.

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Die am Freitag aufgestellte "Schmuddelkind"-Plastik kritisiert die offizielle Dresdner Gedenkkultur.

Das kündigte Chodakowska am Wochenende nach DNN-Informationen an.

Am Freitag hatte eine Dresdner Gruppierung mit dem Namen „NoExcuses“ ihre eigene Statue auf den Heidefriedhof platziert. Diese zeigte mit dem Finger auf Chodakowskas „Tränenmeer“ und sollte einen „erinnerungspolitischen Kontrapunkt“ zum trauernden Mädchen bilden. Indem das „Schmuddelkind“ auf Chodakowskas Trauernden-Plastik zeige, benenne es „das trauernde Mädchen am Tränenmeer als Täterin und kehrt dessen Opfer-Symbolik um“ hatte „NoExcuses“ schriftlich mitgeteilt.

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Die Plastik "Schmuddelkind" zeigte mit ausgestrecktem Zeigefinger auf das trauernde Mädchen am "Tränenmeer". Foto: NoExcuses

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Bildhauerin Chodakowska kritisierte, dass die Gruppe die Intention ihres Werkes absolut ignoriert habe. „Das trauernde Mädchen soll allen Menschen eine Chance geben, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, Trauer zuzulassen und am Ende die Vergebung und den Frieden zu finden, den unsere Welt so nötig hat“, teilte Chodakowska mit. „Es ist ein Symbol gegen den Krieg, gegen Gewalt und für ein friedliches kollektives Denken, welches uns vor Hass und Zerstörung bewahren wird und die Ungerechtigkeit auf der Welt, die immer wieder auch von der linken Szene angeprangert wird, überwinden kann.“

Das Symbol für Versöhnung und Frieden zu einem Symbol der Ausflüchte zu machen, könne sie nur mit einem „milden Kopfschütteln“ bewerten. Es sei „im Hinblick auf die polnischen Wurzeln der Künstlerin grotesk und unbedacht“.

„NoExcuses“ hatte die nach eigenen Angaben rund 40 Kilo schwere Statue am Freitag auf dem Heidefriedhof platziert, wo sie aber offenbar schon nach kurzer Zeit von der Friedhofsverwaltung entfernt wurde. Nach Angaben der Gruppe war die „Vernissage“ des „Schmuddelkindes“ nicht angemeldet, da man von Anfang an nicht mit einer positiven Reaktion von Seiten der Friedhofsverwaltung gerechnet habe.

ttr / sl

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