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Schmerzzentrum der Uniklinik Dresden zieht in neue Räume und kann dort künftig mehr Menschen helfen

Schmerzzentrum der Uniklinik Dresden zieht in neue Räume und kann dort künftig mehr Menschen helfen

Das Schmerzzentrum am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden kann künftig mehr Patienten aufnehmen. Seit zehn Jahren werden an dem Zentrum Menschen mit chronischen Schmerzen in körperlicher und seelischer Hinsicht therapiert.

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Neue Räume im Schmerzzentrum der Uniklinik Dresden

Quelle: Sophie Arlet

In den neu bezogenen größeren Räumen können nun 16 statt zuvor 12 Patienten behandelt werden. Trotzdem gibt es eine Warteliste.

Bei Elvira Großmann ging es verhältnismäßig schnell. Nachdem die Schmerzen in ihrer Wirbelsäule drei Jahre lang überhaupt nicht mehr verschwanden, schickte ihr Hausarzt sie Ende 2013 ins Schmerzzentrum der Uniklinik. In Sachsen gibt es etwa 224.000 Schmerzpatienten, viele von ihnen werden zehn oder 15 Jahre lang von Arzt zu Arzt geschickt, bis die Diagnose endlich feststeht. Die Schmerzen sitzen meist im Kopf, dem Gesicht, im Rücken oder den Gelenken. Oft ist ein körperliches Problem das auslösende Moment. Wenn es nicht behoben wird und noch psychische Belastungen dazukommen, kann der Schmerz chronisch werden. Elvira Großmann arbeitet als Administratorin und sitzt fast den ganzen Tag am Computer. Schon als junge Frau hatte sie Rückenschmerzen. Im Laufe der Jahre und im Zusammenhang mit der einseitigen Belastung während der Arbeit wurden diese immer schlimmer und blieben schließlich. Mittlerweile ist die 53-Jährige zwar nicht geheilt, hat aber gelernt, mit den Schmerzen zu leben und diese durch gezielte Übungen einzudämmen.

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Der Raum für die medizinische Trainingstherapie stellt eine Besonderheit des neuen Zentrums dar.

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Die meisten Patienten kommen vier Wochen lang täglich ins Schmerzzentrum und werden in einer Mischung aus Gruppensitzungen und Einzeltherapie behandelt. Nach drei Monaten folgt dann noch eine Woche, in der die Langzeiterfolge der Therapie überprüft werden. Während des gesamten Behandlungszeitraums werden sie von einem festen Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern betreut. „Der chronische Schmerz ist ein holistisches Problem“, sagt Rüdiger Scharnagel, stellvertretender Leiter des Schmerzzentrums. Deshalb sei es wichtig, körperliche, seelische und soziale Facetten gleichermaßen in den Blick zu nehmen. „Wir sind stolz, solch eine Palette anbieten zu können.“ Am Schmerzzentrum sind 13 Fachkräfte beschäftigt, hinzu kommen einige externe Mitarbeiter. Die neuen Räume befinden sich im Haus 15, in dem zuvor die Dermatologie untergebracht war. In dem Gebäude hat auch das Palliativzentrum seinen Sitz. Das alte Haus des Schmerzzentrums ist mittlerweile abgerissen worden.

Elvira Großmann hat sich während ihrer Therapie gut versorgt gefühlt. „Wo findet man sonst so viele Therapeuten, die den ganzen Tag für einen Zeit haben?“ Besonders hilfreich waren für sie die Gruppentherapien, in denen sie Menschen kennen gelernt hat, die ebenso vom Schmerz geplagt werden wie sie. So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl und die Patienten können sich gegenseitig helfen und Tipps geben, berichtet sie. In den neuen Räumen können nun zwei Gruppen mit je acht Teilnehmern betreut werden. Ein wichtiger Bestandteil ist die Physiotherapie, für die ein neuer Raum mit den unterschiedlichsten Geräten eingerichtet worden ist. Die Patienten steigern hier ihre Belastbarkeit und sollen wieder fit genug werden, um ihren Alltag zu meistern. Zudem lernen sie Übungen, mit denen sie den Schmerzen selbst entgegenwirken können.

Das Schmerzzentrum Dresden besteht seit zehn Jahren und ist in Ostsachsen Vorreiter auf dem Gebiet der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie. Am 12. und 13. September findet in Dresden ein Symposium „Facetten der Schmerztherapie“ unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Matthias Rößler statt.

Sophie Arlet

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