Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Schloss Albrechtsberg: Sanierung braucht Jahre

Schloss Albrechtsberg: Sanierung braucht Jahre

Auf den ersten Blick macht Schloss Albrechtsberg einen schmucken Eindruck. Hier finden Konzerte und Bälle statt, wird gern mit der Aussicht auf das schöne Elbtal gefeiert.

Voriger Artikel
Knapp 100 Dresdner demonstrierten am Goldenen Reiter gegen Homo- und Transphobie
Nächster Artikel
Macht Stress dick? - Dresdner Uniklinikum will Gesundheitsgefährdung mit Studie belegen

Die Bauarbeiten an den Terrassen- und Treppenanlagen am östlichen Teil sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Quelle: Dietrich Flechtner

Auch die Finsternis, in die sich das Schloss abends eine Zeit lang gehüllt hat, ist behoben. Inzwischen sind Süd- und Nordfassade mit einer energieeffizienten LED-Außenbeleuchtung ausgerüstet worden. Wer den Eingangsbereich durchschreitet, sieht beidseitig sanierte Fassaden. Innen betritt der Besucher neue Läufer und erkennt vielleicht auch neue Gardinen.

Die eigentliche Rosskur für das 160 Jahre alte Schloss samt Außenanlage aber ist noch in vollem Gange bzw. steht überhaupt erst an. "Im Prinzip müssen schrittweise alle Räume einer Restaurierung unterzogen werden", unterstreicht Messechef Ulrich Finger auf Nachfrage der DNN. Seit Januar 2013 untersteht ihm das Edelobjekt Albrechtsberg als eine Betriebsstätte der Messe-GmbH.

Finger zählt die "Patienten" im Schloss auf: Lederzimmer, Spiegelsaal, Schlafzimmer der Dame, Bibliothek, Schlafzimmer und Ankleide des Prinzen, Ankleide der Dame. In dieser Reihenfolge könnte in Abstimmung mit der Stadt und der Denkmalpflege die Restaurierung erfolgen. Ganz ausgeklammert bleibt vorerst die Beletage. Hier seien aber "zwingend Fenster zu erneuern und Türen aufzuarbeiten", betont der Messechef.

Für die Komplettsanierung des Anwesens - bei laufendem Betrieb - geht Finger von noch mindestens fünf Jahren aus. Die ärgsten "Erkrankten" kommen zuerst an die Reihe. Das sind Lederzimmer und Spiegelsaal, für deren Restaurierung in den nächsten Monaten Probeachsen entstehen sollen. Nach dem Motto: in kleinen Schritten zu voller Pracht sind nach Angaben von Stadtsprecher Kai Schulz auch eine feststehende Nutzung der Räume und die Haushaltssituation Grundlage geplanter Maßnahmen. "Für eine komplexe Sanierung stehen aktuell bzw. im künftigen Doppelhaushalt keine Mittel zur Verfügung", so Schulz. Derzeitige Arbeiten werden durch zurückgeführte Mittel der aufgelösten Konzert- & Kongressgesellschaft und des Bauunterhaltes finanziert. Finger ergänzt: Mit der Stadt sei vereinbart, dass Mittel aus dem Überschuss der Betreibung komplett in die Baumaßnahmen fließen können.

Neben dem schon Genannten sind weniger auffällig für Gäste neue elektronische Sicherungssysteme installiert. Für Garten- und Festsaal wurde neue Tontechnik angeschafft. Auch sind bereits in drei Räumen im Prinzenflügel die historischen Fußböden aufgearbeitet. Und im Herbst wird das Parkett im viel genutzten Kronensaal erneuert. Eventuell soll dann auch gleich der Umbau der Heizungsanlage beginnen, hofft Finger. In der veralteten Haustechnik lauert ein weiterer großer Brocken. Die begonnene Bestandsaufnahme weist dringenden Erneuerungsbedarf aus, einschließlich für die Besuchertoiletten.

Der Katalog der Wünsche und Erfordernisse ist auch außerhalb der Schlossräume nicht zu Ende. Finger nennt notwendige Arbeiten an Süd- und Ostterrasse (u.a. wird die Rundbankanlage der Südterrasse erneuert). Danach könnte der darunter befindliche Weinkeller saniert und genutzt werden. Die Küche soll in eine Cateringküche verwandelt, die Nebentreppenhäuser müssen nach heutigen Sicherheitsanforderungen umgebaut werden. Für das ehemalige äußerlich sanierte Heizhaus laufen Planungen zur Nutzung. Größtes Interesse hat die JugendKunstSchule angemeldet.

Eine Mammutaufgabe ist noch gar nicht erwähnt: die Generalsanierung des Römischen Bades. Fertig gestellt ist die laut Amtsdeutsch "Sanierung und statisch-konstruktive Ertüchtigung" der Bauwerke, Terrassen- und Treppenanlagen der Ebenen 3 und 4 unterhalb der bekannten Bogengalerie mit dem Wasserbecken. Die laufenden Arbeiten am östlichen Teil der Ebene 1 und 2 sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Damit sind dann zwei Bauabschnitte abgehakt. Vier sind für die großzügige Anlage im Stile italienischer Renaissance vorgesehen. Die Kosten betragen 2,84 Millionen Euro. Veranstalter wie etwa die "Dresdner Schlössernacht" - die nächste findet am 19. Juli statt - werden sich schon auf die vollständige Nutzung freuen. Ein öffentliches Schwimmbad wird das Römische Bad nicht mehr sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.05.2014

Genia Bleier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
23.10.2017 - 14:57 Uhr

Für Manuel Konrad geht es in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit Dresden in seine alte Heimat zum SC Freiburg.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.