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Schlechtes Wetter und Hochwasser: Dresdner Gastronomen vom Pech verfolgt

Schlechtes Wetter und Hochwasser: Dresdner Gastronomen vom Pech verfolgt

Der Sommer war noch gar nicht richtig da, viele Restaurants, Biergärten und Cafés hatten bisher kaum Einnahmen, und nun kommt es noch schlimmer: Wegen der aktuellen Hochwassersituation mussten zahlreiche Gastronomen entlang der Elbe ihren Betrieb einschränken oder ganz aufgeben.

Besonders hart hat es erneut den Schillergarten in Blasewitz getroffen. Seit Montag ist das Restaurant mit angrenzendem Biergarten geschlossen.

Gestern musste der Kampf gegen die Fluten aufgegeben werden, wie Geschäftsführer Thomas Jacob auf DNN-Anfrage mitteilte. "Wir haben die letzten Tage versucht, mit Sandsäcken das Wasser vorm Eindringen zu hindern, aber leider haben alle Bemühungen nichts genützt", berichtet er. Dennoch ist er den zahlreichen Helfern sehr dankbar, immerhin konnten hochwertige Gegenstände sowie Teile der Einrichtung gerettet werden. Wie hoch der Schaden ist, kann der Geschäftsführer noch nicht absehen. Bereits beim Hochwasser 2002 und 2006 hatte das Restaurant mit den Fluten zu kämpfen. Ein Lichtblick bleibt dem Schillergarten aber: Trotz Elbnähe ist das Haus gegen Hochwasserschäden versichert, wie Jacob mitteilte.

Nicht ganz so gut sieht es dagegen beim Johannstädter Fährgarten aus. Auch hier musste bereits am Sonntag sämtliches Hab und Gut in Sicherheit gebracht werden. Nur leider hat der Biergarten keine Versicherung bekommen, wie Geschäftsführer Jens Bauermeister berichtet. "Ich rechne mit einem Schaden zwischen 50 000 und 80 000 Euro." Die Gespräche mit der Bank laufen bereits, doch erst wenn das Wasser sich zurückgezogen hat, ist der Schaden abschätzbar. Bis es so weit ist, macht der Inhaber das Beste aus der Situation. Oberhalb seines Biergartens hat er seit Dienstag ein paar Tische und Bänke sowie Bierausschank und Grill aufbauen lassen, um seine treuen Gäste weiterhin bewirten zu können.

Aber nicht nur auf den Schillergarten und den Fährgarten warten nun anstrengende Zeiten, auch zahlreiche andere Gastronomen entlang der Elbe haben zu kämpfen. Im Brauhaus Watzke an der Leipziger Straße ist der Restaurantbetrieb seit Dienstag eingestellt. Die Biergärten und Restaurants unterhalb des Körnerplatzes sind gar nicht mehr erreichbar und auch in der Münzgasse gibt es Probleme. Der Keller des Spaniers Las Tapas ist bereits vollgelaufen, die Mitarbeiter befürchten sogar, dass die Flutschutztore dem steigenden Elbpegel nicht standhalten und nachgeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2013

Nadine Steinmann

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