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Schiff ahoi im Großen Garten: TJG-Uraufführung nimmt Kinder mit auf eine wilde Kaperfahrt

Schiff ahoi im Großen Garten: TJG-Uraufführung nimmt Kinder mit auf eine wilde Kaperfahrt

Wie öde muss das Leben sein, wenn die aufregendste Abwechslung darin besteht, Löffel, Pfanne, Fisch und Gräten malerisch in der Gegend zu verteilen? Sehr öde, oje, so öde, dass Pippedi, Pappedi, Bobbedi und Bumm sich leichten Herzens und mit fliegenden Fahnen vom dahergesegelten Piraten Patati Patata überreden lassen, mit ihm zu gehen.

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Im Großen Garten gehen sie auf große Fahrt: "Piraten sind das Wildeste, was es gibt."

Quelle: klaus gigga

Endlich Abenteuer, endlich Freiheit, endlich ein Schatz! Wer könnte es ihnen nicht nachfühlen?

Mit der Uraufführung seines Stückes "Piraten sind das Wildeste, was es gibt" im Rahmen des TJG-Sommertheaters hat der Wiener Regisseur, Puppenbauer und Geschichtenerfinder Christoph Bochdansky am Wochenende die Zuschauer mit auf eine wilde Kaperfahrt genommen. Sie startet auf einer friedlichen Südseeinsel, auf der ein ordnungsliebender Bürgermeister die Ausschweifungen seiner vier Bewohner nicht dulden kann. Wie sich herausstellt, hat er es selbst faustdick hinter den Ohren. "Geht's wieder los?", kreischt Papagei Rotraud immer mal verräterisch - und tatsächlich entpuppt sich der brave Bürgermeister bald als ehemaliger Seeräuber.

Das Stück spielt mit der nachvollziehbaren Sehnsucht nach Abenteuer und Anarchie und bricht gleichzeitig das Ideal vom wilden und furchtlosen Leben. Denn Piraten sind eben nicht nur wilde und mutige Kerle, sondern auch Lügner, Betrüger und Raffzähne. Dies erfahren Pippedi, Pappedi, Bobbedi und Bumm schmerzhaft am eigenen Leib. Welch ein Glück, dass sie einen Freund wie den Bürgermeister alias Pirat Blackbird haben! In der Geschichte spielen Dorothee Carls, Ulrike Schuster und Uwe Steinbach mit Puppen, Objekten und Menschen und finden schöne Bilder für die Ödnis der Insel, das Rauschen des Meeres, den Ruf des Abenteuers. Ihre vier Insulaner (Puppen: Christoph Bochdansky) sorgen mit ihren schlichten Dialogen für viel Heiterkeit bei den jungen Zuschauern. Auch das Duell zwischen Patati Patata und Blackbird fesselt die Jungen und Mädchen, während ihre Eltern sich über den Wortwitz des Papageis amüsieren und lächelnd die Moritat von Mackie Messer mitsummen.

Hinter dem Einfallsreichtum anderer TJG-Stücke wie etwa "Frau Meier, die Amsel" bleibt Bochdanskys Piraten-Geschichte dennoch zurück. Vor allem für Erwachsene ist das Stück wenig überraschend und anspielungsreich. Die Kinder stört dies freilich nicht - sie lassen sich vom aufregenden Piraten-Spektakel gänzlich gefangen nehmen. Dazu trägt nicht zuletzt die Musik von Bernd Sikora bei, die dem Stück einen beschwingten Hawaii-Charakter verleiht. Und so ist "Piraten sind das Wildeste, was es gibt" eine witzig-fröhliche Sommergeschichte, die das weit verbreitete Abziehbild des Piraten aufs Korn nimmt, ohne sich über den Traum vom Abenteuer auf hoher See lustig zu machen.

Piraten sind das Wildeste, was es gibt (ab 4 Jahre), TJG-Sommertheater im Sonnenhäusel (Großer Garten), nächste Termine: 3., 4. und 5. Juni, 10 Uhr; 7. und 8. Juni, 16 Uhr; 10. und 11. Juni, 10 Uhr, sowie weitere Termine im Juli.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2014

Birgit Andert

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