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„Scheune“ stellt Aktion gegen Wildpinkler in der Dresdner Neustadt vor

Richtig pinkeln leicht gemacht „Scheune“ stellt Aktion gegen Wildpinkler in der Dresdner Neustadt vor

Viele Besucher in der Dresdner Neustadt nutzen keine Toilette, sondern pinkeln „wild“. Um darauf und auf andere Probleme aufmerksam zu machen, wurde am Donnerstag in der „Scheune“ die Aktion „Läuft’s bei dir richtig?“ vorgestellt.

Die Initiatoren Romy Jaehnig und René Keil mit ihren Stickern, die den korrekten Ablauf eines Toilettengangs beschreiben. So soll auf das Problem aufmerksam gemacht werden.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Viele Leute, angenehmes Wetter: Wenn man an warmen Sommerabenden auf der Alaunstraße entlanggeht, denkt man schnell: Es läuft in der „Scheune“. Aber leider nicht immer nur im positiven Sinn. Denn es gibt viele Besucher, die keine Toilette benutzen, sondern „wild pinkeln“. Um darauf und auf andere Probleme aufmerksam zu machen, wurde am Donnerstag in der „Scheune“ die Aktion „Läuft’s bei dir richtig?“ vorgestellt.

Im Rahmen dieser wurden unter anderem Sticker hergestellt, auf denen in Piktogrammen die Probleme, unter denen Besucher der Neustadtkneipe, aber auch Anwohner der Alaunstraße zu leiden haben, dargestellt sind. Für Anwohner ist besonders der Lärm belastend: „Uns bereiten die so genannten ’Tonnentrommler’ Probleme“, berichtet Romy Jaehnig, die Geschäftsführerin der „Scheune“. Diese karren Tonnen auf den Platz vor die Veranstaltungsräume und schlagen dann arhythmisch auf die Behälter. Aber auch das Thema Glasbruch sei ein Punkt, auf den aufmerksam gemacht werden müsse. „Die Scherben sind besonders für Hunde und Kinder gefährlich“, sagt Jaehnig. Neben Glasbruch und Lärm werden auch Gewalt, Drogenhandel und Müll angesprochen. Und natürlich das „Wildpinkeln.

Um letzteres zu thematisieren, wurde auch eine Anleitung zum richtigen Benutzen der Toilette auf dem ehemaligen „Lehrerparkplatz“ an der Louisenstraße geschrieben. Dieses ist stark mit Graffiti besprüht, was einige offensichtlich vor Probleme stellt.„Erst gestern gab es wieder jemanden, der neben die Toilette gepinkelt hat. Als wir ihn darauf ansprachen, dass er diese doch auch nutzen könne, antwortete er, dass die Tür ja gar nicht aufgehe“, berichtet René Keil. Er hatte gemeinsam mit Jaehnig im Juni die Idee zu der Aktion.

„Wir wollen die Sticker an Bierflaschen und auch um Sonnenbrillen befestigen“, legt er den Plan dar. Insgesamt wurden rund 600 Sticker produziert. Außerdem gibt es Plakate, die Szenen aus Kinderbüchern zeigen, in denen vermittelt wird, wie man die Toilette benutzen sollte. Auch führen aufgemalte Fußstapfen zum WC auf dem „Lehrerparkplatz“ und auf Plakaten wird angezeigt, in welche Richtung man gehen muss, um die beiden nahe gelegenen WC’s zu erreichen. Jaehnig betont aber: „Wir wollen uns nicht als Ordnungsamt der Neustadt aufspielen“. Durch die lustigen Sticker und Plakate wolle man lediglich für die diversen Probleme sensibilisieren, „aber nicht mit erhobenen Zeigefinger“.

Wenn die Aktion tatsächlich greift, dann läuft es bei der „Scheune“ bald nur noch im positiven Sinn.

Von Richard Gänzle

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