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Schauspielhaus - Wenn Bauleute Theater machen

Schauspielhaus - Wenn Bauleute Theater machen

Wo demnächst Schauspieler auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten, und Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" oder Friedrich Schillers "Die Räuber" auf die Bühne bringen, wird derzeit geschraubt, gesägt und gebohrt.

Von Christin Grödel

Das Staatsschauspiel Dresden nutzt die Theaterferien, um umfassende Wartungsarbeiten und Umbaumaßnahmen durchzuführen. "Alle Arbeiten dienen dem Betrieb, dem Funktionserhalt und der Sicherheit des Hauses", erklärte Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), das das Bauprogramm koordiniert und umsetzt. Sechs Wochen haben die 36 beauftragten und allesamt aus Sachsen stammenden Firmen dafür Zeit. Am 26. August wird der Theaterbetrieb mit einem Konzert von "electra" wieder aufgenommen. Rund 2,4 Millionen Euro, gedeckt vom Freistaat Sachsen, werden investiert.

Den größten finanziellen Posten bildet der Einbau einer neuen Rauchabsauganlage im Foyer-Bereich mit Kosten in Höhe von 914 000 Euro. Brandmelder müssten nach zehn Jahren ausgetauscht werden, wie Coulin beschrieb. "Die neue Anlage aber ist wartungsfrei, reagiert schneller und ist damit zuverlässiger", so der Niederlassungsleiter. Zusätzlich werden neue Lautsprecher installiert, die für Durchsagen oder für den Alarmfall zur kontrollierten Evakuierung genutzt werden. Wo jetzt noch Löcher in den Decken von den Arbeiten zeugen, wird später lediglich ein kleiner Punkt daran erinnern. "Viele Arbeiten, die wir machen, sind nachher nicht mehr sichtbar", beschreibt Coulin.

Für alle Augen sichtbar sein wird aber die Umgestaltung der östlichen Gebäudeecke des Schauspielhauses (DNN berichteten). In Richtung des Postplatzes, dort wo sich die überdachte, ehemalige Königsvorfahrt befindet, entstehen mithilfe teils zu öffnender Fensterelemente ein neuer Kartenverkauf und ein Anrechtsbüro. Der bisher als Anrechtsbüro genutzte Durchgang wird als Verbindung ins Garderobenfoyer verlängert. Ein direkter Zugang von der Abendkasse zum Foyer, etwa kurz vor Vorstellungsbeginn, ist künftig also gegeben.

Zu den Arbeiten gehören weiterhin die Versenkung von Kabelbündeln unter die Bühne, die Installation weiterer Steckdosen sowie Verstärkungsmaßnahmen an der Stahlkonstruktion. In 25 Metern Höhe befinden sich Träger, auf die mittlerweile zu viele Lasten einwirken. Mithilfe von drei Tonnen Stahl und rund 1200 Schrauben werden die Träger nun stabiler gemacht. Außerdem wird die Hubtechnik der in den Boden versenkbaren Seitenbühnen durch den Einbau von vier weiteren Kesseln verbessert. "So geht der Bühnenwechsel schneller und wir können wieder volles Karacho Theater spielen", freut sich Roland Oertel, Leiter des technischen Dienstes im Schauspielhaus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.07.2012

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