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Schauspieler Hardy Krüger stellt Projekt gegen rechte Gewalt vor

Einsatz für Flüchtlinge Schauspieler Hardy Krüger stellt Projekt gegen rechte Gewalt vor

Der 87-jährige Schauspieler Hardy Krüger besuchte die Stadt am Montag in einer ihm wichtigen Mission: Sein Projekt „Gemeinsam gegen rechte Gewalt“ wurde im Dresdner Rathaus vorgestellt. Seit Anfang November tourt er durch deutsche Rathäuser – Dresden war die letzte Station.

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Hardy Krüger trug sich auch ins Gästebuch der Stadt ein.

Quelle: dpa

Dresden. Der 87-jährige Schauspieler Hardy Krüger besuchte die Stadt am Montag in einer ihm wichtigen Mission: Sein Projekt „Gemeinsam gegen rechte Gewalt“ wurde im Dresdner Rathaus vorgestellt. Nachdem er sich in das Gästebuch der Stadt mit den Worten „Auf Wiedersehen“ eintrug, sprach er über Motivation und Anliegen des Projektes gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Seit Anfang November tourt er durch deutsche Rathäuser – Dresden war die letzte Station.

„Aus der Vergangenheit lernen wir, warum wir uns  heute für Flüchtlinge einsetzten müssen“, so Hardy Krüger. Das Projekt wurde im Frühjahr 2013 von Hardy Krüger mit Dieter Hallervorden, Hark Bohm und Klaus Bednarz ins Leben gerufen. Dieses strebt die Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft an. Die Amadeu-Antonio-Stiftung ist Partner der Veranstaltungen.

Die Stiftung führt eine schockierende Bilanz flüchtlingsfeindlicher Gewalt: 409 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, davon 88 Brandanschläge sowie 101 Übergriffe auf Geflüchtete mit 194 Verletzten zählte die Stiftung allein in diesem Jahr. Deswegen appelliert Schauspieler Hardy Krüger an die Öffentlichkeit, sich gegen rechte Bestrebungen und für Willkommensprojekte einzusetzen. Mit seiner deutschlandweiten Tour  ruft der Künstler zu einer Spendenkampagne für die Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“ auf.

„Als junger Mensch musste ich erfahren, welche verheerenden Folgen es hat, wenn sich Menschen gegen eine Minderheit stellen“, so der 87-Jährige. „Die Vergangenheit lehrt uns, dass wir nicht zulassen dürfen, dass Einzelne heute wieder bestimmen wollen, wer hier leben darf und wer nicht.“ In seiner Jugend erlebte der Schauspieler selbst das nationalsozialistische Regime. Gerade in Bezug auf die Pegida-Demonstranten, die jeden Montag durch Dresdens Straßen ziehen, fand der Schauspieler harte Worte. „Es ist eine Schande für die Stadt und Deutschland“, so Hardy Krüger. „Ich hätte niemals gedacht, dass wir das, was wir damals so hart bekämpft haben, jetzt wieder bekämpfen müssen.“

Juliane Just

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