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Schädel erinnert an Leistenkrokodil Max

Zoo Dresden Schädel erinnert an Leistenkrokodil Max

An Leistenkrokodil Max erinnert in Dresden künftig ein Schädel aus Kunstharz. Das Duplikat sei ab Donnerstag zu sehen, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Der fast 60 Jahre alte Max war im Juni einer schweren Bronchitis und Gelenkentzündung erlegen.

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Dresden. Ein Teil von Krokodil Max ist nun wieder im Zoo. Direkt über seinem ehemaligen Gehege wurde gestern eine Vitrine angebracht, in der ein Replikat des Schädels von Max zu sehen ist. Der Publikumsliebling, der im Juni vergangenen Jahres im Alter von 58 Jahren verstarb, erhält so einen Ehrenplatz in seiner alten Heimat, dem Prof. Brandes-Haus, erhalten. Eine Informationstafel erinnert außerdem an die 57 Jahre, die Max in Dresden verbrachte.

Ein halbes Jahr nach seinem Tod ist Krokodil Max "wieder da". Im Japanischen Palais ist der einstige Besucherliebling in Teilen ausgestellt.

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Der Zoo schenkte den Körper des verstorbenen Tieres den Wissenschaftlern der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden. Nachdem Haut und Kopf des Leistenkrokodils bereits seit Dezember vergangenen Jahres im Japanischen Palais im Rahmen der Ausstellung „Erfolgsmodell Saurier – 300 Millionen Jahre“ zu sehen ist, erhielt der Zoo nun als Dank die Kopfnachbildung aus Kunstharz (DNN berichteten).

In der Vitrine im Prof. Brandes-Haus liegt neben dem Schädel von Max zum Vergleich eine Nachbildung des Schädels eines Sunda-Gavials. Dieser Art gehört Max‘ Nachfolger, das Krokodil De Gaulle, an. „Dadurch wird deutlich, wie unterschiedlich Krokodile sein können“, so Matthias Hendel, Kurator des Zoos. Die schmale lange Schnauze des Sunda-Gaviasl wirkt im Vergleich zum Schädel des Leistenkrokodils geradezu zierlich. Kein Wunder, denn der Schädel von Max misst 52 Zentimeter Länge, 35 Zentimeter Breit und 24 Zentimeter Höhe.

Nachdem der Schädel von Max kurz nach seinem Tod „entfleischt“ wurde, scannten Experten vom Landesamt für Archäologie in 3D ein. Diese Daten wurden von der Dresdner Firma Jähne für Produktinnovation übernommen und in druckfähige Daten verändert. Im Prototypenzentrum wurde anschließend mit einem Laser das Kunstharz-Replikat gedruckt. Zwölf Stunden hat das gedauert. Im letzten Schritt wurde Max‘ Schädel angesprüht, damit die knöcherne Struktur sichtbar wird. „Die Nachbildung war sehr komplex in den einzelnen Strukturen“, sagt Benjamin Jähne, Geschäftsführer der Firma Jähne. „Das war eine Herausforderung, denn ein solches Projekt wurde noch nie gemacht.“

Besucher können sich das Schädelreplikat ab sofort im Prof. Brandes-Haus ansehen. Dabei wird auch der Nachfolger De Gaulle nach seiner Eingewöhnung im Gehege zu sehen sein. „Der Tod von Max war sehr tragisch für uns, aber wollen mit der Vitrine an Max erinnern und haben mit De Gaulle guten Ersatz gefunden“, sagt Matthias Hendel, Kurator des Zoos.

juju

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