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Saubere Luft und Kohlebeton für den Wundermolch

Forscherverbund „Dresden Concept“ eröffnet Freiluftschau Saubere Luft und Kohlebeton für den Wundermolch

Der Institutsverbund „Dresden Concept“ eröffnet am Montag auf dem Dresdner Neumarkt eine Freiluft-Leistungsschau. Die Besucher können dort bis Oktober rund um die Uhr die besten Forschungsprojekte von 22 wissenschaftlichen Instituten, Museen und Bibliotheken bestaunen.

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Die „City Trees“ sind großflächig mit Moos und Filterpflanzen umwachsene Stellwände, von denen jede die Luftreinigungskraft von 275 natürlichen Bäumen haben soll.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Auf dem Neumarkt reinigt ab sofort eine neue künstliche Lunge die Luft im Stadtzentrum von Feinstaub und anderem Dreck. Denn die TU Dresden und 21 außeruniversitäre Institute und Einrichtungen des Forscherverbunds „Dresden Concept“ eröffnen am Montag ihre bisher größte Wissenschafts-Leistungsschau neben der Frauenkirche. „Wir wollen hier zeigen, woran wir forschen und dass Forschung für die Menschen da ist“, betonte TU-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. Und um diese Superausstellung so richtig „öko“ einzurahmen, hat die Dresdner Hochschul-Ausgründung „Green City Solutions“ ringsum acht „City Trees“ aufgestellt: Das sind großflächig mit Moos und Filterpflanzen umwachsene Stellwände, von denen jede die Luftreinigungskraft von 275 natürlichen Bäumen haben soll.

Die künstlichen Filterbäume sind indes nicht die einzigen Attraktionen der Freiluft-Ausstellung: Die Besucher können zum Beispiel den Axolotl-Lurch bestaunen, von dem sich die Genetiker in Dresden-Johannstadt solche Tricks wie nachwachsende Beine abzugucken versuchen. Nebenan darf man mit Scannern und Lupen in die Mikrowelten vorstoßen. Ein paar Meter weiter können Neugierige den in Dresden entwickelten Karbonfaserbeton ertasten, der ganz leicht ist und alten Häusern und Brücken neue „Lebenszeit“ spendiert. Nebenan zeigen die Uni-Elektroniker, wie die Zukunft der Computertechnik und des Mobilfunks aussieht.

Die TU und die außeruniversitären Institute in der Stadt hatten vor sechs Jahren den Verbund „Dresden Concept“ gegründet, um sich enger zu vernetzen, große Projekte gemeinsam zu schultern und teure Forschungsgeräte zusammen zu nutzen. Dieses Konzept gelte inzwischen als vorbildhafte „Blaupause“ für ganz Deutschland, schätzte Rektor Müller-Steinhagen ein. Mit diesem Kooperationsmodell hatte die TU bereits in früheren Phasen der Bundes-Exzellenzinitiative gepunktet und will damit auch in der neuen Förderphase um Zuschüsse für Dresden werben.

Unter den Dresdnern selbst sei der Verbund „Dresden Concept“ aber noch viel zu wenig bekannt, befanden die Partner und haben deshalb die dreimonatige Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt organisiert. Die ist bis zum 3. Oktober täglich rund um die Uhr geöffnet. Tagsüber werden auch oft Wissenschaftler vor Ort sein, um Fragen von Neugierigen zu beantworten, versprach Koordinator Prof. Ludwig Schultz.

Mehr Infos: dresden-concept.de

Von Heiko Weckbrodt

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