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Sanierung des Lahmann-Sanatoriums verschiebt sich

Sanierung des Lahmann-Sanatoriums verschiebt sich

Wildwuchs wurde entfernt, Bäume gefällt, ein alter Schornstein gesprengt, einsturzgefährdete Gebäude statisch gesichert und ein paar besonders in Mitleidenschaft gezogene abgerissen.

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Durch diesen Wandelgang flanierten früher zahlreiche prominente Kurgäste. Nach derzeitigem Stand wird er ab November saniert.

Quelle: Samuel Herzog

Doch das war es auch schon. Bis auf solche Vorarbeiten ist auf dem Gelände des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums auf dem Weißen Hirsch bislang nichts passiert. Und dabei wollte die Baywobau Dresden als neuer Eigentümer des prominenten Grundstücks ursprünglich schon Ende vergangenen Jahres, spätestens aber im Frühjahr 2012 mit dessen Sanierung und Wiederbelebung beginnen.

"Eine Reihe zusätzlicher Auflagen und sich daraus ergebende Änderungen bei unserer Planung zur Erschließung des Areals und zu den einzelnen Bauvorhaben haben bewirkt, dass diese Terminstellung zu optimistisch war", teilte Baywobau-Geschäftsführer Bernd Dietze mit. Nach DNN-Informationen handelt es sich um Auflagen der Stadtverwaltung, die den denkmalgeschützten Teil des ehemaligen Sanatoriums betreffen. Dietze, der das 3,2 Hektar große Gelände im Auftrag der Baywobau im Januar 2011 erworben hatte, soll ziemlich überrascht von den neuen Vorgaben gewesen sein.

"Wir hoffen nunmehr, im Juli oder August dieses Jahres mit dem Verkauf beginnen zu können", sagt er. Zuvor gilt es allerdings, das derzeit wohl größte Problem zu lösen. Denn wegen der neuen Auflagen sind die Gesamtkosten für alle erforderlichen Bauarbeiten noch nicht hundertprozentig ermittelt worden. Eines gilt als sicher: das ursprünglich kalkulierte Investitionsvolumen in Höhe von rund 40 Millionen Euro ist Schnee von gestern. Nun bleibt abzuwarten, wie viel die Baywobau drauflegen muss. Ungeachtet der Probleme im Vorfeld präsentiert Dietze einen aktualisierten Fahrplan für die Sanierung. Demnach soll die Drewag im August, spätestens im September dieses Jahres mit ersten äußeren Erschließungsmaßnahmen beginnen. Das Grundstück wird also mit dem öffentlichen Versorgungsnetz verbunden.

Im November könnte dann die Sanierung des Heinrichshofes und des Wandelgangs starten. Läuft alles weiter nach Plan, würden die Arbeiten im März 2013 am Herren- und Doktorhaus sowie am Damenbad und am Hirschhaus fortgesetzt. Parallel dazu will die Baywobau im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Neubau von drei Stadtvillen und den Einfamilienhäusern sowie des an der Historie orientierten "Dresdner Hauses" beginnen. Dietzes Ziel ist es, den Heinrichshof und die zentrale Parkanlage bis September 2013 und alle weiteren Bauabschnitte schrittweise bis Juni 2014 fertigzustellen.

Ende des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts erholten sich Gäste aus ganz Europa in dem berühmten Lahmann-Sanatorium, darunter die russische Zarenfamilie und der Schriftsteller Thomas Mann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2012

Christoph Stephan

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