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Sanierung des Dresdner Zwingers wird teurer als geplant

Sanierung des Dresdner Zwingers wird teurer als geplant

Sanierung und Umbau des Mathematisch-Physikalischen Salons (MPS) werden fortgesetzt. Das ist die Hauptbaumaßnahme. Zu den bauunterhaltenden Arbeiten zählen: Sanierung einer Treppe am Anbau B (Sitz der Direktion der Galerie Alte Meister) und einer Treppe am Glockenspielpavillon im Zwingerhof, die Vergrößerung des Kellers am Durchgang Glockenspielpavillon, Balustradensicherungen und die Sanierung der Attika des Kronentores.

Von Genia Bleier

m Was geschieht in diesem Jahr?

m Warum wird der Durchgang am Glockenspielpavillon gesperrt?

Die Firma Spezialgerüstbau Hein aus Bischofswerda hat bereits eine Treppe an der Porzellansammlung mit einem Podest überbaut, damit die Besucher darüber geleitet werden können. Das ist aber nur am Wochenende möglich. Der jetzige Durchgang zur Sophienstraße wird aufgebrochen und der darunter befindliche Kriechgang wegen eindringender Feuchte aus wasserdichtem Beton neu errichtet. Dabei soll der Keller für interne Transporte tiefer gelegt und verbreitert werden. Die Arbeiten dauern bis Juni und kosten 85000 Euro.

m Wie weit ist der Mathematisch-Physikalische Salon?

Für dieses Großprojekt laufen die Ausbauarbeiten. Im Obergeschoss ist der Naturstein-Fußboden verlegt, jetzt beginnen diese Arbeiten in der Bogengalerie. Im Grottensaal - der künftige Empfangsbereich - sind die Handwerker dabei, Säulen zu reinigen. In Kürze soll die Decke aus traditionellem Drahtputz (auch Rabitzdecke genannt) erstellt werden. Voraussichtlich noch im März kann dann das Gerüst für die Fußbodenarbeiten verschwinden.

Das Dach des Pavillons wird komplett neu mit Kupfer eingedeckt, wie Bauleiterin Jacqueline Hundeloh informierte. Es besteht aus vielen einzelnen Kupfersegmenten, die ersten sind bereits installiert. Auch die jetzt abgenommenen Zierschornsteine werden überholt. Ihr Kupferbelag erhält teilweise eine Vergoldung. Zudem seien viele Kleinarbeiten an der Fassade zu erledigen, so Hundeloh. In wenigen Tagen beginne die Steinentsalzung.

Vom im Wall verborgenen Neubau entdeckt man nur die Lüftungsbauwerke. Im IV. Quartal soll der MPS fertig und an die Staatlichen Kunstsammlungen übergeben werden. Genauer wollte das Sächsische Immobilien- und Baumanagement den Zeitpunkt nicht benennen. Die Arbeiten kosten laut Pressesprecherin Andrea Krieger 16,4 Millionen Euro. Damit hat sich das Objekt um rund 1,9 Millionen Euro gegenüber früheren Angaben verteuert.

m Wie geht es mit Balustraden und Figurenschmuck weiter?

Auf der Langgalerie am MPS fehlen derzeit Teile der Balustraden. Mit einer Kranbrücke wurden sie für die Sanierung und Sicherung abgenommen. Auf der Seite zum Zwingergraben ist die Bleiverfugung erfolgt. Der figürliche Schmuck befindet sich noch in der Zwingerbauhütte. Insgesamt sind im Zwinger bis jetzt 65 Prozent aller 698 Skulpturen aufgearbeitet bzw. als Kopie angefertigt worden.

m Was passiert am Zwingerteich?

Dort sind Handwerker dabei, die Ufermauern zu reinigen, neu zu verfugen bzw. Fehlstellen zu ergänzen oder neue Steine zu setzen. Dafür sind rund 117000 Euro notwendig, die vom diesjährigen Budget abgezweigt werden. Auch die Drewag betätigt sich am Zwingerteich und tauscht Stromkabel aus. Nach Ostern soll alles fertig sein.

m Welche Pläne gibt es für die Sempergalerie?

Auch hier fanden jetzt Inspektionen der Fassade statt. Der Start zur Sanierung hängt von den aktuellen Haushaltsverhandlungen ab. Gebaut werden soll in zwei Bauabschnitten jeweils bei laufendem Betrieb. Sind auf der einen Seite die Bauleute aktiv, können auf der anderen Seite Bilder angeschaut werden. Eine Ausweichstätte wird es nicht geben.

Die Aktivitäten vor der Sempergalerie am Theaterplatz gehören zum Umbau der Altstädter Wache. Ein Raum der Wache erhält derzeit einen Zugang von außen. Bis April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Freistaat stellt für den Umbau der Wache 650000 Euro zur Verfügung.

m Wie geht es in den nächsten Jahren weiter?

Es laufen bereits Planungen für Unterbau und Belag des Zwingerhofes, ein Beleuchtungskonzept und für die Gestaltung der Außenanlagen im Bereich des Zwingerwalls vom Wallpavillon zum Zwingerteich. Die Realisierung ist derzeit noch offen.

Ein Erinnerungsfoto mit dem Kronentor des Zwingers ist für Touristen in Dresden obligatorisch. Doch dazu braucht es derzeit Glück, denn nicht immer ist das problemlos möglich. Denn im Zwinger wird gebaut, da stören die Besucher mitunter und werden gelegentlich sogar mittels Absperrungen fern gehalten von den besten Fotostandorten und Besichtigungshighlights. Die massiven Bauarbeiten an Dresdens Touristenmagnet verlangen ihren Tribut: überall Absperrungen, Hubbühnen, Baufahrzeuge. Auch das Nymphenbad und der Zwingerwall können zurzeit nicht betreten werden. Der Durchgang am Glockenspielpavillon wird demnächst ebenfalls gesperrt. Obschon seit Jahren Hand angelegt wird an das fragile architektonische Kunstwerk Zwinger, hat man den Eindruck, gerade jetzt sind dort Arbeiten an allen Ecken im Gange. 5,5 Millionen Euro stellt der Freistaat 2012 hierfür zur Verfügung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.03.2012

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