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Sanierung des Dresdner Rathauses wird deutlich teurer - Rathausturm bleibt 2012 geschlossen

Sanierung des Dresdner Rathauses wird deutlich teurer - Rathausturm bleibt 2012 geschlossen

Die Sanierung des Dresdner Rathauses wird deutlich teurer als geplant. Wie am Montag bekannt wurde, erhöhen sich die Kosten für den ersten Bauabschnitt um mehr als ein Viertel.

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Die Sanierung des Dresdner Rathauses wird teurer als geplant. vor allem marode Geschossdecken treiben die Kosten nach oben.

Quelle: Tanja Tröger

Waren bisher rund 25 Millionen für die Sanierung des Ostflügels und von Teilen des Südflügels geplant, erhöhen sich die Kosten jetzt um 7,8 Millionen Euro. Rund 1,5 Millionen Euro werden bereits in diesem Jahr benötigt. Dafür will die Stadt Einnahmen aus Grundstücksverkäufen nutzen. Mit einem Bauverzug rechnet die Stadt hingegen nicht.

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Wegen erheblicher Mängel in der historischen Bausubstanz des Neuen Rathauses wird dessen Sanierung um etwa ein Viertel teurer.

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Ursache für die Kostenexplosion sind laut Mitteilung der Stadtverwaltung vor allem bisher unbekannte Baumängel. So biegen sich beispielsweise die Decken im Südflügel um bis zu 12 Zentimeter nach unten durch. Das bedeute noch keine Einsturzgefahr, müsse aber in jedem Fall behoben werden. Vor dem Beginn der Bauarbeiten sei zwar an verschiedenen Stellen die Bausubstanz untersucht worden, das habe aber letztlich nicht ausgereicht. „Eine hundertprozentige Analyse wäre im Vorfeld der Sanierung allerdings auch nicht möglich gewesen, da dies den Rathausbetrieb vollständig zum Erliegen gebracht und bereits damals zu erheblichen Mehrkosten geführt hätte", teilte die Stadt mit.

Für die Mehrarbeiten an den Decken rechnet die Stadt mit 6,3 Millionen Euro zusätzlichen Kosten bis 2015. Um auf weitere böse Überraschungen vorbereitet zu sein, sollen bei allen noch ausstehenden Arbeiten pauschal zehn Prozent mehr eingeplant werden. Zudem fallen weitere 1,5 Millionen Euro für unerwartete Umbauten ein. Beispielsweise werden die zentralen Toilettenanlagen nicht wie ursprünglich geplant im Ostflügel, sondern im Nordflügel gebaut. Im zweiten Obergeschoss wird ein zusätzlicher Cateringbereich geschaffen, auch die Kühlräume im Hof C des Rathauses sollen umgestaltet werden.

„Wieder einmal durften wir aus der Zeitung erfahren, dass es bei einem städtischen Investitionsvorhaben zu erheblichen Mehrkosten kommen wird," kritisierte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Andrea Schubert. „Die Sanierungsplanung des Rathauses reiht sich ein in die unendliche Geschichte unprofessioneller Planungen städtischer Investitionsvorhaben. Ich glaube Herrn Vorjohann noch nicht einmal, dass es bei den jetzt kalkulierten Mehrkosten für den Rathausumbau bleiben wird", so Schubert.

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Der Weg zum Ratskeller ist zur Zeit versperrt. Fußgänger müssen hier die Straßenseite wechseln.

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Im Rathaus regieren momentan eher die Bauarbeiter. Das Gebäude wird aktuell für mehr als 20 Millionen Euro saniert.

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"Keine einzige Zahl der Verwaltung hat in den vergangenen Monaten gehalten. Das ist absolut unverständlich", ergänzt FPD-Stadtrat Jens Genschmar. "Die Erfahrungen der aktuellen Projekte lassen Schlimmes für die Planungen zu den anderen städtischen Großprojekten wie dem Kulturpalast oder dem Kraftwerk Mitte erwarten. Die absolut auf Kante genähten Finanzierungen beider Projekte werden immer fragwürdiger."

Bis 2020 soll der Sitz der Stadtverwaltung am Dr.-Külz-Ring umgebaut werden, wobei der erste Bauabschnitt als der komplizierteste, weil marodeste gilt. Das Rathaus war in den 1960er Jahren wieder aufgebaut worden, wurde seitdem aber nicht mehr modernisiert. Daher sind jetzt umfassende Maßnahmen nötig.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Rathausturm auf Grund der Bauarbeiten im kompletten Jahr 2012 für Besucher gesperrt bleibt. Der Zugang zum Turm ist nur über den Innenhof D des Rathauses möglich. Da dieser aber von den Arbeitern in Anspruch genommen wird, sei eine Gefährdung für Besucher und Mitarbeiter nicht vollständig auszuschließen.

sl

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