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Sächsische Tafeln kämpfen um Mitarbeiter - Leipzig und Dresden setzen auf Ehrenamtliche

Sächsische Tafeln kämpfen um Mitarbeiter - Leipzig und Dresden setzen auf Ehrenamtliche

Nach dem Wegfall der Ein-Euro-Jobber und anderer staatlicher Förderungen kämpfen die sächsischen Tafeln um Mitarbeiter. Besonders die kleinen Tafeln im Land seien betroffen, weil sie auf die geförderten Stellen gesetzt hätten, sagte Edith Franke vom Landesverband Sächsische Tafeln am Mittwoch in Dresden.

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Blick in eine der Ausgabestellen der Leipziger Tafel (Archivfoto).

Quelle: Andr Kempner

Größere Tafeln wie in Leipzig und Dresden könnten den Wegfall hingegen eher stemmen, weil bei ihnen mehr ehrenamtliche Mitarbeiter bereit stünden.

Besonders brenzlig ist die Lage bei den Tafeln in Torgau und Delitzsch. Bei beiden Vereine fehlt es an Mitarbeitern. Sie sehen ihre Zukunft in Gefahr. Inzwischen hat sich der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Michael Czupalla (CDU), eingeschaltet. Er will mit Vertretern der sächsischen Tafeln in Delitzsch, Torgau und Oschatz sowie Mitarbeitern der betroffenen Kommunen und Vertretern des Jobcenters der Arbeitsagentur ausloten, welche Lösungsmöglichkeiten es geben könnte. Er hoffe dabei auf den Bundesfreiwilligendienst.

Dresdner Tafel arbeitet mit 120 Ehrenamtlichen

Ähnliche Probleme wie in Torgau und Delitzsch gibt es laut Franke auch im Vogtland. Hier seien die Mitarbeiter händeringend auf der Suche nach ehrenamtlichen Kräften. Auch wenn Franke die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer sehr zu schätzen weiß, sagt sie: Für die Tafeln sei es einfacher mit Arbeitskräften zu planen, die eine gewisse Anzahl von Stunden ableisten müssten und auch ein geringes Gehalt erhielten. Beim Ehrenamt müsse man sich auf die Stunden einlassen, die der Ehrenamtliche leisten wolle. Man könne keine Forderungen erheben.

Zwar sei die Arbeitsfähigkeit der Tafeln durch den Wegfall der geförderten Stellen erschwert. Am Beispiel Dresden zeige sich aber, dass es dennoch funktionieren kann. Bis zum Frühjahr 2011 hatte es bei der Tafel in der Landeshauptstadt noch 30 Stellen für Ein-Euro-Jobber gegeben, wie Franke erklärte. Momentan gebe es jeweils fünf Bürgerarbeiter und Bundesfreiwilligendienstler. Die Differenz sei zwar erheblich. „Aber die 120 Ehrenamtlichen der Tafel wissen, dass die Arbeit geleistet werden muss und packen dementsprechend ein paar Stunden mehr an - und damit wird das ausgeglichen“.

dpa

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