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Sächsische Dampfschiffahrt in Dresden beurlaubt Geschäftsführer Meyer-Stork

Sächsische Dampfschiffahrt in Dresden beurlaubt Geschäftsführer Meyer-Stork

Die sächsische Dampfschiffahrt hat seit Dienstag eine neue Steuerfrau. Die Münchnerin Karin Hildebrand hat das Ruder in Dresden übernommen. Wie das Unternehmen auf DNN-Anfrage bestätigte, löst die 59-Jährige ab sofort als Geschäftsführerin Sebastian Meyer-Stork ab.

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Quelle: Tanja Kirsten

Der bisherige Geschäftsführer wurde beurlaubt, zu den Gründen sei Stillschweigen vereinbart worden.

Laut Finanzministerium - der Freistaat hält 51 Prozent an der GmbH, allerdings nicht an der geldgebenden Kommanditgesellschaft - haben die Gesellschafter entschieden, dass Meyer-Storks Vertrag nicht verlängert wird. In einem halben Jahr sei der Vertrag sowieso ausgelaufen. Nicht bestätigen wollte die Dampfschifffahrt-Sprecherin, dass die schwindende Zahl von Fahrgästen und finanzielle Verluste der Grund für den Wechsel an der Spitze gewesen sein sollen. Karin Hildebrand wolle sich zu gegebener Zeit zu den Gründen äußern.

Die neue Geschäftsführerin hatte das Kommando am vergangenen Dienstag übernommen. Nicht bestätigen wollten die Sprecher, dass die schwindende Zahl von Fahrgästen und finanzielle Verluste der Grund für den Wechsel gewesen sein sollen.Von 2011 auf 2012 war die Passagierzahl von 693 000 auf 634 000 eingebrochen. Laut Meyer-Stork war der Abschwung zu erwarten. Aus seiner Sicht ist das gute Ergebnis von 2011 vor allem Sonderereignisse wie dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden geschuldet.

2011 feierte das Unternehmen das 175-jährige Bestehen

2011 feierte das Unternehmen das 175-jährige Bestehen und profitierte vom Evangelischen Kirchentag, der zusätzlich für ein Besucherplus sorgte. So musste Sebastian Meyer-Stork im März 2013 Umsatzeinbußen von 8,4 Prozent (- 700.000 Euro) verkünden. Sorge bereiteten Meyer-Stork in den vergangenen Jahren die Energiepreise, die kontinuierlich stiegen und einen wichtigen Posten der Umsatzbilanz bilden. Hinzu kam die Erhöhung der Mehrwertsteuer von sieben auf 19 Prozent, die zu einer Erhöhung der Ticketpreise führte. Der damalige Rabatt für Rentner in Höhe von 20 Prozent wurde bereits wieder aufgehoben. Einen Strich durch die Rechnung machte im Sommer dieses Jahres das Hochwasser der Elbe. Die Dampfer mussten mehrere Wochen während der Hochsaison pausieren.

Meyer-Stork handelte und strich kurzerhand die Touren in die Sächsische Schweiz. Sowohl die Schrammsteintour als auch die Linie zwischen Pillnitz und Bad Schandau fiel aus dem Programm. „2013 war und ist ein extremes Jahr für uns“, teilte der ehemalige Geschäftsführer im Juli noch mit. Die wenigen Gäste nach dem Hochwasser und insgesamt 16 Tage Betriebsausfall seien schmerzlich. „Wir würden es schlichtweg nicht durchhalten, das volle Programm für die verbleibenden Monate fortzusetzen“, hatte Meyer-Stork angekündigt, der jetzt nach einer schwarzen Saison für die Sächsische Dampfschiffahrt beurlaubt wurde

Die neue Geschäftsführerin Karin Hildebrand ist bei der Sächsischen Dampfschiffahrt keine Unbekannte

Die neue Geschäftsführerin Karin Hildebrand ist bei der Sächsischen Dampfschiffahrt keine Unbekannte. Der Familie gehören 24 Prozent an der Gesellschaft. Ihr zwischenzeitlich verstorbener Mann Klaus hatte 1992 den Kauf für die Conti-Gruppe abgewickelt. Sie ist zudem Aufsichtsrätin der Münchener Premicon AG. Die Sächsische Dampfschiffahrt sieht sich mit ihren neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Seitenraddampfern als älteste und größte Raddampferflotte der Welt. Zum Unternehmen gehören zudem zwei moderne Salon- sowie zwei kleinere Motorschiffe. Die Routen führen elbaufwärts bis nach Pillnitz und die Sächsische Schweiz und elbabwärts bis nach Meißen.Die Sächsische Dampfschiffahrt ist aus der ehemaligen Weißen Flotte und dem späteren VEB Fahrgastschiffahrt Dresden hervorgegangen, nachdem die Conti Reederei Ende 1992 das Unternehmen von der Treuhand erworben hatte. Schon 1836 war in Dresden eine erste Gesellschaft für die Elbdampfschifffahrt gegründet worden.

JV/dpa/dbr

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