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Sachsens Erzieher demonstrieren in Dresden mit 500 Uhren für mehr „Zeit für Kinder“

Sachsens Erzieher demonstrieren in Dresden mit 500 Uhren für mehr „Zeit für Kinder“

Mit über 500 gebastelten Uhren vor dem Kultus- und Finanzministerium haben Sachsens Erzieher am Donnerstag in Dresden demonstriert – „weil Kinder Zeit brauchen“ – so der Titel der Demo.

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"Mehr Zeit für Kinder" haben Sachsens Erzieher gefordert.

Quelle: Stephan Lohse

Damit wollen sie nach eigenen Angaben für mehr Personal in Kitas und Krippen im Freistaat aufmerksam machen.

Die 26.500 Erzieherinnen und Erzieher in Sachsen würden an der Belastungsgrenze und darüber hinaus arbeiten, so der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), Lutz Stephan. Der Betreuungsschlüssel von 13 Kindern pro Erzieher in Kitas sei in Sachsen sowieso sehr hoch. In der Praxis werde er aber noch deutlich überschritten. Im Normalfall sei eine Erzieherin für 18 Kinder zuständig.

Denn, so argumentiert die GEW, in der Personalplanung sei für Urlaub oder Krankheit kein Platz. Auch die Vor- und Nachbereitung werde in Sachsen nicht bezahlt. Laut Gewerkschaft leisten Sachsens Erzieher monatlich 500.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, die regulär 100 Millionen Euro pro Jahr kosten würde.

Die Konsequenz daraus, so sollen es auch die vielen gebastelten Uhren symbolisieren, es fehlt an Zeit für die Kinder. Erzieher hätten nicht genug Zeit zum Spielen mit den Kindern, zu kreativer Tätigkeit und auch für die Förderung der Kleinen fehle es an Zeit, so GEW-Mitarbeiterin Christine John.

Mit der Kampagne „Kinder brauchen mehr Zeit“ macht die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen seit 2009 auf Missstände aufmerksam und mahnt Verbesserungen bei der Kinderbetreuung an. Im Ringen um kleinere Gruppen auch in Kinderkrippen und Horten sowie eine bessere Fachberatung für Erzieher wird sie von Elternverbänden und der GEW unterstützt.

Das Land solle sich seiner Verantwortung für die Vorschulkinder wieder bewusst werden und die Pauschale pro Platz anheben. Von einst einem Drittel der Finanzierung habe sich Sachsen immer mehr zurückgezogen – zu Lasten der Kommunen. Seit 2005 habe sich „gar nichts“ getan, so Lutz Stephan. Der Zuschuss des Landes sei seit fünf Jahren unverändert. Bei steigenden Betriebskosten sei dies de facto eine Senkung zu Lasten von Kindern und Erziehern.

sl / dpa

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