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Sachsen sind deutsche Biermeister

Fußball-EM im Sommer 2016 soll Bier-Absatz ankurbeln Sachsen sind deutsche Biermeister

In den 59 sächsischen Brauereien wird mit insgesamt 200 Litern je Einwohner mehr Bier produziert als in jedem anderen Bundesland. Nach absoluten Mengen behauptet sich der Freistaat auf Rang drei im Bundesranking. 2015 kletterte hier der Bierabsatz um 4,4 Prozent auf 8,5 Millionen Hektoliter. Bundesweit stieg der Absatz lediglich um 0,1 Prozent.

Zu 70 Prozent trinken die Sachsen Bier aus einer der 59 Brauereien des Freistaats. Das schätzt der Sächsische Brauerbund, der in diesem Sommer dank der Fußball-EM seine im Bundesvergleich überdurchschnittlichen Absatzzahlen weiter steigern will.

Quelle: Kempner

Dresden. Sachsens Brauwirtschaft hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem starken Wirtschaftszweig entwickelt. Das sagte am Mittwoch in Dresden Barbara Sarx-Lohse, Geschäftsführerin des Sächsischen Brauerbundes, anlässlich des 500. Geburtstages des deutschen Reinheitsgebotes, der am Wochenende begangen wird. Nach Bayern und Nordrhein-Westfalen bleibe der Freistaat der drittgrößte Bierhersteller in der Bundesrepublik. Gemessen an der Bevölkerungszahl habe Sachsen seine Spitzenstellung behauptet. Mit 200 Litern je Einwohner werde mehr Bier produziert als in jedem anderen Bundesland.

Für dieses Jahr zeigen sich die sächsischen Brauer optimistisch. Mut mache der erfolgreiche Jahresstart. „Mit den ersten Monaten des Jahres sind wir sehr zufrieden. Das milde Wetter hat einen frühen Biergartenstart ermöglicht“, berichtete Sarx-Lohse. Die Branche hoffe, dass die Jubiläumsstimmung und die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich dabei helfen, den Absatz in diesem Jahr nochmals zu erhöhen.

Bereits 2015 waren die Sachsen überdurchschnittlich erfolgreich. Der Bierabsatz kletterte um 4,4 Prozent auf 8,5 Millionen Hektoliter. Die 59 sächsischen Brauereien verzeichnen mit dem Ergebnis den höchsten Zuwachs in Deutschland. Bundesweit war der Absatz mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent stabil.

Insgesamt wurden in Deutschland mit seinen gut 1350 Brauereien im vorigen Jahr 95,7 Millionen Hektoliter Bier hergestellt. Deutschland hat nach Angaben des Deutschen Brauer Bundes damit die Spitzenstellung als größte europäische Braunation weiter ausgebaut und lag mit großem Abstand vor Russland, Großbritannien, Polen und Spanien. Weltweit ist China der größte Bierproduzent, vor den USA und Brasilien. Deutschland liegt auf Platz vier der weltgrößten Braustaaten. Bei den in Deutschland verkauften Biersorten steht Pils mit über 50 Prozent Marktanteil in der Gunst der Verbraucher weiter unangefochten auf Platz eins.

Der Hang, einheimisches Bier zu trinken, ist in Sachsen weiter ungebrochen. Marc Kusche, Chef der Wernesgrüner Brauerei und Mitglied im Präsidium des Sächsischen Brauerbrundes, geht davon aus, dass im Freistaat zu 70 Prozent Bier aus hiesigen Brauereien getrunken wird, sagte er am Mittwoch in Dresden. Die Treue sei lobenswert, doch unterm Strick stagniere der Absatz in der Heimat – wenn auch auf hohem Niveau. Heißt: für höhere Umsätze ruhen die Hoffnungen auf dem Export. Und hier nehmen hiesige Brauhäuser weiterhin massiv China ins Visier. Das fernöstliche Land ist nach Auskunft von Sarx-Lohse mit einem geschätzten Anteil von gut 50 Prozent an den Exporten der mit Abstand größte Abnehmer sächsischen Biers. Es folgen Italien, Spanien, die USA und Kanada.

Von Ulrich Milde und Barbara Stock

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