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Sachsen-Sensoren ziehen Strom aus Flugzeug-Rüttelei

Sachsen-Sensoren ziehen Strom aus Flugzeug-Rüttelei

Dresdner Elektronik- und Luftfahrtexperten haben zusammen mit europäischen Partnern Sensoren entwickelt, die sich ein Flugzeugleben lang selbst mit Strom versorgen und rechtzeitig Alarm schlagen sollen, bevor eine Tragfläche oder anderes Bauteil am Flieger bricht.

Das teilte das Forschungsnetzwerk "Cool Silicon" in Dresden mit. Die Sensoren sollen fest in die Flugzeuge einlaminiert werden und sich autark mit Strom aus Flugvibrationen versorgen.

"Die Cool Silicon-Technologie wird in die Leichtbauteile einlaminiert und überwacht aus dem Material heraus die Strukturen", erklärte Dr. Dieter Hentschel vom Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), dessen jüngst übernommener Bereich "Materialdiagnostik" (MD) die Sensor-Schaltungen entwickelt hatte. "Durch die kontinuierliche Beobachtung können Materialermüdung, drohende oder fortschreitende Materialschädigungen rasch erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden."

Am Projekt "Cool Maintenance" sind auch die TU und die IMA Dresden, Airbus, die Radeberger Rhe Microsystems und weitere Partner beteiligt. Sie hatten unter anderem getestet, dass die neuen Sensoren auch die extremen Vibrationen und Temperaturschwankungen zwischen minus 65 und plus 85 Grad mindestens 20 Jahre lang schadlos überstehen und Materialfehler melden können. Diese Technologie wird insbesondere für die neuesten Airbus-Jets benötigt. Die nämlich sind teilweise aus leichten Kohlefaser-Verbundwerkstoffen gebaut, für die es bisher nur wenig Langzeiterfahrungen mit Materialermüdung unter Praxisbedingungen gibt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.02.2014

hw

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