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ST Aerospace aus Singapur übernimmt Mehrheit bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken

ST Aerospace aus Singapur übernimmt Mehrheit bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken

Bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken hält künftig ein Hightech-Konzern aus Asien die Mehrheit. Ein am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget unterzeichneter Vertrag regelt, dass ST Aerospace aus Singapur seine Anteile von 35 auf 55 Prozent aufstockt.

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Zu Tausenden findet man sie am Himmel, die mittelgroßen Ein-Gang-Maschinen Airbus A320 und A321. Nun sollen auch sie bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken zu Frachtern umgerüstet werden.

Quelle: dpa

Damit wird Airbus, der bisherige Mutterkonzern, zum Minderheitsgesellschafter.

„Bei ein paar Konzernvereinbarungen werden wir sicher schauen, wie die anzupassen sind, ansonsten wird sich hier an der Elbe nicht viel ändern, aber vieles positiv entwickeln“, gibt sich EFW-Chef Andreas Sperl zuversichtlich, was die Zukunft des Dresdner Flugzeugumrüsters angeht. Denn mit dem Deal sind Arbeit und Aufträge für Jahre verbunden.

Hintergrund des überraschenden Anteilswechsels sind neue Pläne, langfristig auch den meistgebauten Airbus – den A320/A321 – von Passagiermaschinen zu Frachtern umzurüsten. „Der Markt ist riesig, die Nachfrage entsprechend“, erklärt Sperl auf Nachfrage. Airbus sieht für die nächsten 20 Jahre einen Bedarf an gut 600 umgebauten A320/A321-Maschinen. Geplant sind weitere Umrüststrecken in China, den USA und Singapur; die Vermarktung wird zentral über das Dresdner Werk gesteuert.

Die Elbe Flugzeugwerke haben im Umrüsten viel Erfahrung. Gut 190 Flugzeuge des Typs A300 sind durch die hiesigen Hallen gegangen. Das Projekt ist eigentlich abgeschlossen, doch bis Anfang 2016 drehen derzeit sieben chinesische Flugzeuge eine Extrarunde.

Nach ursprünglichen Planungen wären die Elbe Flugzeugwerke inzwischen umfangreich damit beschäftigt, den A320/A321 umzurüsten. Doch ein von 2007 bis 2011 vorangetriebenes Anschluss-Programm ist damals am russischen Partner gescheitert.

Vor zwei Jahren hat sich Airbus deshalb mit dem A330 gleich der nächsten, größeren Airbus-Generation zugewandt und sich mit ST Aerospace einen solventen und auf dem Gebiet erfahrenen Partner ins Boot geholt. Der weltweit agierende Konzern hat vor allem bei der Wartung von Flugzeugen einen Namen.Für das A330-Projekt liefern die Dresdner Daten und Umbau-Know-How, die Singapuri machen die teure Entwicklungsarbeit. Ende 2016 soll die neue Linie für das Dresdner Kompetenzzentrum fertig geplant sein. Sobald das Frachtflugzeug zertifiziert ist, geht es an der Elbe mit der Umrüstung los. Bereits im Jahr 2018 soll der erste umgerüstete Frachter des Typs A321 ausgeliefert werden.

Weil so ein Projekt schnell mal 100 Millionen Euro kostet, hatte sich Airbus damals schon entschieden, für diese Kosten 35 Prozent der EFW-Anteile herzugeben. Beim A320/A321 wird nun genauso verfahren. Doch weil sich mit dem neuen 20-Prozent-Paket die Mehrheiten ändern, wurde deutlich länger über Details verhandelt.

Serh Ghee Lim, Präsident von ST Aerospace sagte zur aktuellen Entwicklung in Le Bourget: „Als Kompetenzzentrum für Frachterumrüstungen mit herausragender Engineering-Erfahrung für viele Flugzeugtypen erweitern wir durch die neue Kooperation unser Umrüstportfolio und bieten unseren Kunden auf der ganzen Welt weitere Mehrwertlösungen. Die A320P2F und die A321P2F werden für Flugzeugbetreiber wertvolle und wirtschaftliche ‚Arbeitspferde‘ sein.“ Airbus-Produktionschef Tom Williams ergänzte: „Die A320/A321 P2F ist das einzige von Airbus unterstützte Programm zur Umrüstung von Passagierflugzeugen zu Frachtern. Wir sind überzeugt, Frachtunternehmen damit die beste Lösung anzubieten und freuen uns, diese in Zusammenarbeit mit EFW und ST Aerospace bereitzustellen.“

Barbara Stock

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