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SPD will Gagfahvon Abrisspflichtbefreien

SPD will Gagfahvon Abrisspflichtbefreien

Die SPD-Fraktion im Stadtrat will mit einem Eilantrag den vorgesehenen Abriss der Häuser Nicolaistraße 7-21 in letzter Minute verhindern. Gestern forderten die Sozialdemokraten Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) auf, umgehend das Gespräch mit den Verantwortlichen der Gagfah zu suchen.

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Die Häuser an der Nicolaistraße sollen im August abgerissen werden.

Von christoph stephan

Dem Unternehmen gehören die Gebäude und es hat sich beim Kauf der Woba 2006 vertraglich dazu verpflichtet, in Dresden insgesamt 3562 Wohnungen vom Markt zu nehmen. Die Objekte an der Nicolaistraße unweit des Fetscherplatzes sind nur ein kleiner Teil dieses Maßnahmepakets.

Peter Bartels, Vorsitzender des Mietervereins und SPD-Stadtrat, hält die Bestimmungen des Vertrags zwischen der Stadt und der Gagfah für nicht mehr zeitgemäß. "Als die städtische Wohnungsgesellschaft vor sechs Jahren verkauft wurde, befand sich der Wohnungsleerstand mit über 20 Prozent auf dem Höhepunkt. Ab 2010 war dann erkennbar, dass der Wohnungsleerstand aufgrund von verstärktem Zuzug nach Dresden und geringem Wohnungsneubau in einen Wohnungsmangel umschlagen wird", erklärt Bartels. Unterschiedliche Statistiken weisen seinen Angaben zufolge derzeit einen marktrelevanten Leerstand zwischen zwei und drei Prozent aus.

Aufgrund des geringen Angebotes seien inzwischen besonders nachgefragte Wohnungstypen nicht mehr verfügbar. Die Folge sind steigende Mieten. Wer heute in eine Wohnung neu einzieht, zahle bis zu 20 Prozent mehr als der Vormieter. "In dieser Situation kann den Bürgern nicht vermittelt werden, dass für derzeit noch nicht zurückgebaute Wohngebäude Fördermittel eingesetzt werden sollen, um den Rückbau zu vollziehen", betont Bartels.

Er schlägt vor, die Gagfah von den vertraglichen Verpflichtungen hinsichtlich der Abrisszahlen zu befreien. Zudem soll das Unternehmen prüfen, inwieweit sich eine Sanierung der Gebäude rechnen würde. Der Gagfah-Generalbevollmächtigte Dirk Schmitt zeigt sich offen für diese Idee. Denkbar, so Bartels, sei auch ein von der Gagfah selbst finanzierter Abriss der Häuser. Im Anschluss müssten dann aber an gleicher Stelle mehrgeschossige Wohnhäuser neu errichtet werden dürfen. Derzeit gibt es für die Abrissvorhaben Fördergelder, dafür ist es auf den gut erschlossenen Flächen verboten, innerhalb der nächsten zehn Jahre mehrgeschossige Wohnhäuser zu bauen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2012

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