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Russische Bescherung: Jolka-Fest bringt Dresdner Händlern zusätzlichen Umsatz

Russische Bescherung: Jolka-Fest bringt Dresdner Händlern zusätzlichen Umsatz

Dresden gehört bei den Russen zu den zehn beliebtesten Einkaufszielen in Deutschland. Das ergaben Berechnungen des Transaktionsdienstleister Global Blue.

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Ekateriana Graf hat im vergangenen Jahr in russischer Tracht für die Altmarkt Galerie Kunden in ihrer Landessprache angeworben.

Quelle: Archiv/Fritzsche

Von Katrin Tominski

Demnach steigerte sich der Umsatz der russischen Touristen allein von Januar bis September 2012 in der Landeshauptstadt um 99 Prozent. Der Wert eines durchschnittlichen Einkaufs von russischen Touristen lag im gleichen Zeitraum ohne Mehrwertsteuer bei 351 Euro. Am beliebtesten sind Modeartikel und Kleidung vor Uhren, Schmuck und Elektroartikeln. Bei dem Dienstleister Global Blue rechnen die Russen die in Deutschland bezahlte Mehrwertsteuer ab. So bekommen sie die Produkte noch günstiger.

Unter diesen Vorzeichen freuen sich Dresdner Händler noch mehr auf den bevorstehenden Ansturm der russischen Gäste. Dresden erwartet bis zum 12. Januar über 2500 Touristen aus Moskau. Sie werden mit 16 Sonderflüge und zahlreichen Linienverbindungen direkt nach Elbflorenz eingeflogen. Darüber informierte der Dresdner Flughafen gestern. Die russische Fluggesellschaft Yakutia biete zwölf und die deutsche Hamburg Airways vier Sonderflüge ab Moskau an. "Die Anzahl der Flüge zwischen Moskau und Dresden steigt seit Jahren", erklärte Sprecherin Petra Siebert. Wöchentlich stünden allein sechs Linienverbindungen im Dresdner Flugplan.

Die russischen Gäste kommen traditionell über Neujahr in die sächsische Landeshauptstadt, um ihre Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Weil für die Russisch-Orthodoxe Kirche noch immer der Julianische Kalender gilt, werden in Russland die christlichen Festtage zwei Wochen später am 7. Januar gefeiert.

Der Dresdner Einzelhandel blickt dem Besuch der Touristen mit großen Erwartungen entgegen. Russische Kunden gelten als konsumfreudig und einkommensstark. "In der ersten Januarwoche starten wir das Projekt ,Russische Weihnachten'", erklärte Nadine Strauß, Centermanagerin der Altmarkt Galerie. Wie im vergangenen Jahr postiert die Einkaufsmeile ihre eigens engagierten russischsprachigen Hostessen am Flughafen. Dort begrüßen sie die russischen Gäste in deren Landessprache, verteilen Flyer und kleine Geschenke. In der Galerie informieren junge Damen an Service-Ständen und führen die Gäste durch das Einkaufszentrum. Es gibt russische Hinweisschilder, einige Händler haben für diese Zeit russischsprachige Mitarbeiter eingestellt. Väterchen Frost und seine Enkelin Snegurotschka (Schneeflöckchen) werden durch die Gänge streifen. Die Russen seien sehr zahlungskräftig, russische Frauen sehr modebewusst, sagte der Technische Leiter der Altmarkt Galerie, David Penndorf. Die Frauen kleideten sich sehr weiblich. Da dürfe es dürfe ruhig etwas glitzern.

Auch der Elbepark will in Zukunft stärker auf die russischen Gäste setzen. "Wir werden uns mehr auf unsere russischen, aber auch tschechischen Kunden konzentrieren", sagte Gordon Knabe vom Elbepark. Insgesamt solle der Elbepark ein ganzheitliches Konzept erhalten und internationaler werden.

Nach Meinung vieler Händler kommen die russischen Kunden wegen des Wettbewerbsvorteils nach Dresden. Produkte der Marke Hugo Boss beispielsweise fänden sie in der Landeshauptstadt etwa 20 Prozent günstiger als zu Hause.

Insgesamt hat sich 2012 das planmäßige Flugangebot zwischen Russland und Dresden verdoppelt. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, in Gesprächen alle Schwierigkeiten auszuräumen, so dass der Flugverkehr zwischen Moskau und Dresden planmäßig ausgebaut werden konnte", sagte Jan Mücke (FDP), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.

Zwischen Januar und Oktober wurden laut Statistischen Bundesamt knapp 21 500 Reisende auf den Aeroflot-Flügen zwischen Dresden und Moskau abgefertigt, was einem Plus von 6,2 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Auf den Yakutia-Flügen, die seit Ende März 2011 angeboten werden, waren von Januar bis Oktober fast 38 300 Passagiere gebucht.

Insgesamt sind nach Berechnungen der Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) allein in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 33500 russische Gäste nach Dresden gereist. Das entspricht einem Zuwachs von 2,7 Prozent. Damit liegt Russland auf Platz sieben der ausländischen Zielmärkte.

mehr auf www.dnn-online.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.12.2012

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