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Rund tausend Menschen gedachten mit Friedensgebet in der Kreuzkirche der Friedlichen Revolution 1989

Rund tausend Menschen gedachten mit Friedensgebet in der Kreuzkirche der Friedlichen Revolution 1989

Mit einem Friedensgebet haben gestern Abend rund tausend Menschen in der evangelischen Kreuzkirche an die Friedliche Revolution vor 25 Jahren erinnert. Christof Ziemer, 1989 Superintendent in Dresden, mahnte in seiner Predigt, bei aller Freude das Gute im eigenen Land in seiner "Verflochtenheit in das Unheil der Welt" zu sehen.

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Christof Ziemer forderte in seiner Predigt in der Kreuzkirche, Flüchtlinge aufzunehmen.

Quelle: Dietrich Flechtner

An den Rändern und außerhalb Europas scheiterten revolutionäre Aufbrüche, mündeten in Krieg und Gewalt. Die Ratlosigkeit darüber bremse seine Freude. "Wenn Leute aus den Ländern der Armut kommen, dann lasst uns nicht um Quoten streiten, sondern sie aufnehmen", forderte er. Sie sollten hier eine Bleibe finden. "Lasst uns zu denen gehören, die nicht nur ihren Leib stärken, sondern auch ihre Seele ermuntern."

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zeichnete zwei Gymnasiasten aus dem polnischen Nysa (Neiße) aus. Sie hatten mit dem Vortrag eines Gedichts von Reiner Kunze und eines polnischen Revolutionsliedes den Jugendwettbewerb "5 Minuten für den Frieden" gewonnen. Tillich bezeichnete die kirchliche Friedensbewegung und den Freiheitskampf der Polen als "zwei Vorgeschichten" der Friedlichen Revolution in der DDR.

Am Denkmal "Steine des Anstoßes" vor der Kreuzkirche bezeichnete Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) die gelungene Friedliche Revolution 1989 als "historisches Glück". Sie rief dazu auf, für jene Sorge zu tragen, denen dieses Glück versagt sei, die in der Stadt Zuflucht suchten und Hilfe brauchten.

Die "Arbeitsgemeinschaft 8. Oktober" verlieh die Plakette "Schwerter zu Pflugscharen" symbolisch an die im Dezember 2013 verschleppte syrische Menschenrechtsaktivistin Razan Zaitouneh.

Frank Richter, Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, schlug vor, den 8. Oktober "von einem Gedenktag zu einem Feiertag zu befördern". Neben dem 13. Februar sollte er zum zweiten Brennpunkt in der "Ellipse des kollektiven Gedächtnisses" werden.

In seiner "Dresdner Revolutionsrede" im Rathaus mahnte Hamburgs ehemaliger Oberbürgermeister Henning Voscherau (SPD) zu Geduld bei der deutschen Einheit. 1989 habe er prophezeit, die Einheit in den Köpfen und Herzen werde 40 Jahre brauchen. Heute fehlten in manchen Regionen Ostdeutschlands Arbeits- und Ausbildungsplätze, sagte er. Und fügte hinzu: "Strukturpolitik dauert lange, vielleicht Generationen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2014

Tomas Gärtner

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