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Rund 1000 Erzieher und Eltern demonstrieren in Dresden für bessere Kita-Betreuung

Rund 1000 Erzieher und Eltern demonstrieren in Dresden für bessere Kita-Betreuung

„Weil Kinder Zeit brauchen“: Unter diesem Motto setzten sich rund 1000 Erzieher und Eltern am Dienstag in Dresden mit einer Bollerwagen-Demo für eine bessere Betreuung in Sachsens Kindertagesstätten ein.

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Der von Gewerkschaften und Verbänden organisierte Protestmarsch führte vom Postplatz über die Augustbrücke vor das Kultusministerium.

Quelle: Christin Grödel

Der von Gewerkschaften und Verbänden organisierte Protestmarsch führte vom Postplatz über die Augustbrücke vor das Kultusministerium. Die Teilnehmer forderten unter anderem einen besseren Betreuungsschlüssel.

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Rund 600 Erzieher und Eltern demonstrieren in Dresden für eine bessere Kita-Betreuung.

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Der schreibt vor, dass sich eine Erzieherin in der Krippe um sechs, im Kindergarten um 13 Kinder kümmert. Die Realität aber sieht anders aus. „Wir haben in der Kita unheimlich viel Stress, vor allem wenn Kollegen krank werden oder im Urlaub sind. 16 bis 17 Kinder pro Gruppe sind da keine Seltenheit“, beschreiben etwa die Erzieherinnen Ilka Mahrle und Birgitt Naefe von der Kita „Am Karlswald“ in Arnsdorf, einer Einrichtung des Volkssolidarität Elbtal Kreis Meißen e.V. „Den Bildungsplan können wir so nicht ordentlich erfüllen“, meinen beide.

Die zusätzlichen Aufgaben, die der Bildungsplan vorsieht, sind auch für Romy Apitz, Erzieherin in der Coswiger Kita „Sonnenkäfer“, kaum zu erfüllen. „Wir sollen Eltern- und Entwicklungsgespräche über jedes Kind führen, ein Portfolio für jedes Kind anlegen, die Kinder beobachten und sie speziell fordern. Das ist nicht zu schaffen, wenn man sich um 17, 18 oder manchmal sogar 20 Kinder kümmern muss. Das belastet auch die Gesundheit der Erzieher.“ Einen Schlüssel, der die Betreuung von acht bis zehn Kita- bzw. vier bis fünf Krippenkindern pro Erzieher vorschreibt, würde sie sich wünschen.

Selbst krank gehen zwei Erzieherinnen einer Kita in Dresden-Trachau zur Arbeit, die ihre Namen nicht lesen möchten. „Wir tun das für die Kinder. Denn wenn jeder zum Arzt gehen würde, wäre die Situation noch schlimmer. Wir wären ja schon froh, wenn der aktuelle Betreuungsschlüssel von 1:13 umgesetzt würde. Die hohe Kinderzahl degradiert uns zu Aufbewahrern“, sagen sie.

Um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, planen die Wohlfahrtsverbände zudem am Freitag einen „Kita-Schließtag“. Rund 100 Einrichtungen wollen kurz mit einem Tag der offenen Tür vor der Landtagswahl auf die Probleme aufmerksam machen.

Christin Grödel

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