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Rund 100 Dresdner plädieren für Miteinander im Gaza-Konflikt – Anti-Israel-Demo fällt aus

Rund 100 Dresdner plädieren für Miteinander im Gaza-Konflikt – Anti-Israel-Demo fällt aus

Rund 100 Dresdner haben am Dienstagnachmittag an der Synagoge für Verständigung im aktuellen Gaza-Konflikt geworben. Eingeladen von der jüdischen Gemeinde Dresden wollten sie ein Zeichen für ein Miteinander setzen.

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Quelle: Stephan Lohse

Eine für den gleichen Tag angekündigte Pro-Palästina-Demo fiel hingegen aus.

„Für uns ist die Situation im Moment nicht wirklich einfach“, beschreibt Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden die Situation. Zum einen sei man um die Vorkommnisse im Krieg zwischen Israel und der Hamas besorgt, zum anderen darüber, dass dieser Konflikt auch auf die jüdischen Gemeinden in Deutschland umschlage. In mehreren deutschen Städten hatte zuletzt antisemitische Propaganda Pro-Palästina-Demos überschattet. Von „Antisemitismus der ganz alten und hässlichen Art“ sprach Goldenbogen.

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Rund 100 Dresdner haben am Dienstagnachmittag an der Synagoge für Verständigung im aktuellen Gaza-Konflikt geworben.

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Nun hatte die Gemeinde befürchtet, dass dies auch in Dresden passieren könnte. Eine Privatperson hatte via Facebook zu einer „Free Palestine“-Demo aufgerufen. Der Gründer soll auf seinem Profil unter anderem Videos der Terrororganisation Isis geteilt haben. Bekannte Personen des rechten Spektrums hätten im Vorfeld ihre Teilnahme angekündigt, hieß es am Dienstag. Am Ende fiel die befürchtete Veranstaltung aber aus, die Polizei meldete keine besonderen Vorkommnisse.

In Dresden sei die Lage bisher ruhig, berichtet Goldenbogen. Die jüdische Gemeinde pflege weiter gute Beziehungen, unter anderem zur türkischen Gemeinde in der Stadt. Diese seien durch den Krieg nicht beeinträchtigt. Abgesehen von einer einzelnen Schmiererei Mitte Juli habe es keinerlei Probleme gegeben. Wie viele andere hofft Goldenbogen auf eine friedliche Lösung im Nahen Osten. Die Geschichte zeige, dass Krieg nie eine Lösung war. Nur Verhandlungen und Kompromisse könnten zu einer Lösung führen, sagte sie.

sl

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