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Rückläufige Erträge in Pillnitz - Finanzministerium gab Einblick in Bewirtschaftungskonzept

Rückläufige Erträge in Pillnitz - Finanzministerium gab Einblick in Bewirtschaftungskonzept

Statt Eintritt von Besuchern zu verlangen, soll der Freistaat sein Gartenkunstwerk Schlosspark Pillnitz ausreichend finanziell ausstatten und der Schlösserbetrieb selbst ideenreicher wirtschaften.

Das ist die Meinung der Bürgerinitiative "Freier Parkzutritt". Vergebens hatte diese bisher Einblick in das Bewirtschaftungskonzept für Schloss und Park verlangt. Das tat nun ihrerseits die linke Landtagsabgeordnete Annekatrin Klepsch. Die Antwort des Finanzministeriums auf ihre Kleine Anfrage kam gute zwei Wochen nach der vollzogenen Eintrittserhebung.

Die Angaben listen Einnahmen und Ausgaben für Pillnitz der letzten elf Jahre auf. Danach betrug der jährliche Landeszuschuss für den laufenden Betrieb rund 900 000 Euro, in den letzten drei Jahren lag er etwas darunter. Die laufenden Ausgaben bewegten sich zwischen 1,6 und 1,7 Millionen Euro. Unabhängig davon wird die Finanzierung baulicher Maßnahmen durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement mit jeweils rund 1,6 Millionen Euro angegeben. Die selbst erwirtschafteten Einnahmen beliefen sich auf durchschnittlich knapp 900 000 Euro.

Auffällig ist, dass die Erlöse 2011 im Vergleich zu den beiden Vorjahren wieder gesunken sind. Vor allem Einnahmen aus Veranstaltungen waren es 2011 erheblich weniger, ebenso Eintrittseinnahmen in den Pflanzenhäusern. Das mag im Wetter begründet sein. Aber auch der Verkauf von Gegenständen war rückläufig. Dagegen hat sich der Erlös aus Vermietungen positiv entwickelt. Zusätzliche, u.a. von einer Bürger-Arbeitsgruppe vorgeschlagene Einnahmemöglichkeiten hatte die Schlösserverwaltung bereits als nicht umsetzbar verworfen. Darauf verweist auch das Finanzministerium.Die Besucherentwicklung kann nur schwer, hauptsächlich über den Ticketverkauf verfolgt werden. So wurden 2004 mit 139 159 die meisten Veranstaltungsbesucher registriert, 2009 mit 91 194 die meisten in Museen (Eröffnung Palmenhaus). Parkbesucher werden nicht gezählt. Insgesamt schätzt der Schlösserbetrieb die Zahl der jährlichen Pillnitz-Gäste auf 600 000 bis 800 000. Die große Zahl der Spaziergänger wird nun zur Kasse gebeten. Insgesamt bleiben die vorliegenden Zahlen des Bewirtschaftungskonzepts für Außenstehende nicht eindeutig nachvollziehbar. Auch unterscheiden sie sich von den Angaben des Schlösserbetriebes.

Heute Abend trifft die Bürgerinitiative "Freier Parkzutritt" im Rathaus zum Gespräch mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zusammen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2012

G. B.

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