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Rudolf Stephan, Mitunterzeichner des "Rufs aus Dresden", ist 79-jährig in Berlin gestorben

Rudolf Stephan, Mitunterzeichner des "Rufs aus Dresden", ist 79-jährig in Berlin gestorben

Februar 1990 der "Ruf aus Dresden" erging mit dem Ziel, die Rekonstruktion der im zweiten Weltkrieg zerstörten Frauenkirche zu initiieren, war unter den 22 Unterzeichnenden auch der Name des 1935 in Wiesa bei Kamenz geborenen und in Berlin (West) lebenden Rudolf Stephan zu finden.

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Pressekonferenz der Bürgerinitiative im Dresdner Hotel "Bellevue" am 12. Februar 1990: unter den Anwesenden auch Rudolf Stephan (4. v. l. stehend).

Quelle: Hans-Christian Hoch

Der promovierte Mikrobiologe gehörte wie Ludwig Güttler, Manfred v. Ardenne, Karl-Ludwig und Hans-Christian Hoch, Hans-Joachim Jäger, Heinrich Magirius, Hans Nadler, Hans-Joachim Neidhardt, Günter Voigt, Hermann Rühle und Dieter Schölzel sowie weitere Persönlichkeiten der Bürgerinitiative für den Aufbau der Frauenkirche an.

Mit dem "Ruf aus Dresden" und dessen Umsetzung wurde wahr, was Stephan seit Jahrzehnten als eines seiner wichtigsten Anliegen betrachtete und zu realisieren suchte und wofür er bereits in den Jahren vor der politischen Veränderung 1989 auch in Westdeutschland warb. Heute würde man Rudolf Stephan als "Netzwerker" bezeichnen, denn er nutzte Kontakte zu Politikern wie Greta und Herbert Wehner sowie Hans-Jochen Vogel, zur Wirtschaft sowie zu Kirchenvertretern, um die Rekonstruktion der Frauenkirche als eines "Hauptwerkes des protestantischen Kirchenbaus und eines der kühnsten Kuppelbauten" als "Tat von nationaler Bedeutung, sehr wahrscheinlich von europäischem Rang und Weltgeltung" zu befördern, wie er 1987 in einem Brief an Vogel schrieb. Die Wiederherstellung des Sakralbaus sollte als "Bestandteil einer Friedenspolitik und Ausdruck des Friedenswillens" gelten. Als 2005 die Kirche geweiht wurde, durfte auch er das als Krönung seiner Bemühungen empfinden.

Gestern ist Rudolf Stephan im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte der Musiker Christoph Dürichen, der Stephan bis zu seinem Tode begleitete, den DNN mit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.05.2014

Kerstin Leiße

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