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Route für „Herz statt Hetze“ am 9. November steht

Gegenprotest: Route für „Herz statt Hetze“ am 9. November steht

Das Bündnis „Herz statt Hetze“ wird am 9. November nicht wie ursprünglich geplant zum Theaterplatz laufen. Aufgrund der dort stattfindenden Pegida-Veranstaltung führt die genehmigte Route vom Hauptbahnhof zum Neumarkt und weiter zur Synagoge.

Dresden. Das Bündnis „Herz statt Hetze“ wird am 9. November nicht wie ursprünglich geplant zum Theaterplatz laufen. Aufgrund der dort stattfindenden Pegida-Veranstaltung führt die genehmigte Route vom Hauptbahnhof zum Neumarkt und weiter zur Synagoge. Um eine sichere Abreise zu gewährleisten, geht es final in die Dresdner Neustadt.

Beim Demonstrationsauftakt am Hauptbahnhof werde in Würdigung des Herbstes 1989 der Bürgerrechtler und ehemalige Pfarrer Hanno Schmidt sprechen. Auf der Kundgebung an der Synagoge ist unter anderem ein Redebeitrag von Nora Goldenbogen, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, geplant

Geschichte, die heute, in Dresden, aktueller denn je ist", so die Initiatoren. Sei der 9. November 1989 ein Ruf für offene Grenzen und Freiheit gewesen, erklinge er heute von jenen, die Mauern in ihren Köpfen hochziehen. "Montag für Montag werden wieder Menschen aus tausenden Kehlen selbsternannter Patrioten diffamiert, Menschen, die in diesem Land Zuflucht und eine bessere Zukunft suchen. Der 9. November fällt dieses Jahr auf einen Montag. Wir können und werden nicht schweigen", kündigen die Veranstalter an.

Am Aufruf beteiligen sich die Bündnisse Dresden Nazifrei und Leipzig nimmt Platz, die Dresdner SPD, die Linke und die Grünen. "In Dresden erleben wir, wie die Welle der Gewalt gegen Menschen, die nicht in das völkische Schema von Pegida passen, dramatisch anschwillt. Wir sagen daher gemeinsam mit Herz statt Hetze: Wehret den Anfängen!", heißt es vom Bündnis Dresden Nazifrei. Vertreter des Bündnisses werden am 9. November auf der Straße sein und hoffen auf rege Beteiligung. "Herz statt Hetze ist kein Slogan für nur eine Veranstaltung, vielmehr symbolisiert er aus Sicht der SPD die richtige Haltung zu unserer Stadt", so Dresdens SPD-Chef Richard Kaniewski. Der 19. Oktober habe gezeigt, dass Dresden anders aussieht als das, was seit inzwischen einem Jahr von den 'Spaziergängen' ausgeht. Die Zivilgesellschaft habe Pegida an diesem Tag gezeigt, dass "wir Hetze und rassistische Umtriebe nicht unkommentiert hinnehmen".

Als gemeinsame Verantwortung aller Dresdner sehen die Dresdner Linken die Beteiligung an der Demonstration. "Wir sollten diese Stadt gegen Angriffe auf unsere in den Menschenrechten verankerten Grundwerte verteidigen. Ganz besonders gilt dies an einem so bedeutsamen Datum wie dem 9. November: Die schrecklichen Ereignisse der Reichspogromnacht und das Gedenken sollen uns Mahnung sein, zu welchen Taten ein wütender Mob fähig ist. Wegschauen war damals keine Lösung und ist es auch heute nicht", so Linken-Landtagsabgeordnete Sarah Buddeberg.

Die erste Demonstration "Herz statt Hetze" am 19. Oktober war ein starkes Signal für die Dresdner Stadtgesellschaft. Dem Aufruf des breiten, überparteilichen Bündnisses sind viele tausend Menschen gefolgt, die die Stadt nicht Hetzern überlassen wollen. Gleichzeitig hat sich die Situation weiter angespannt, die Meldungen von Brandanschlägen auf Unterkünfte und gewaltsamen Übergriffen auf Menschen anderer Herkunft reißen nicht ab. Ausdrücklich nicht zur Demo gegen Pegida aufrufen wird die Dresdner CDU. "Wir bewerben einen Dialog miteinander, anstatt gegeneinander zu protestieren. Bei Pegida gibt es Gewalttäter und Rechtsextremisten und bei den Gegendemonstranten finden sich Autonome und Gewaltbereite, dennoch wollen wir die Gesprächsebene bedienen", so Dresdens CDU-Chef Christian Hartmann.

Die islamfeindliche Pegida-Bewegung hat laut Stadt für den 9. November eine Versammlung mit 10.000 Teilnehmern angemeldet.

jv

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„Es ist unerträglich und skandalös, dass am 9. November in Dresden eine Großdemo stattfinden darf, die offen Menschenverachtung und Rassismus propagiert.“ Mit klaren Worten kritisiert der Verein Stolpersteine für Dresden e.V. die Stadtverwaltung.

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