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Rotbüffelzucht im Dresdner Zoo soll wieder in Gang kommen

Alte Tradition Rotbüffelzucht im Dresdner Zoo soll wieder in Gang kommen

Nach dem Umbau ist vor der Zucht: Die Rotbüffel im Dresdner Zoo haben nicht nur eine neue Anlage, sondern auch Zuwachs. Insgesamt vier Tiere leben seit Ende September in dem Gehege und sollen jetzt für Nachwuchs sorgen.

Drei Damen unter sich: Rotbüffelweibchen Makena (r.) mit ihren neuen französischen Gefährtinnen Sambesi (l.) und Uzuri.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Nach dem Umbau ist vor der Zucht: Die Rotbüffel im Dresdner Zoo haben nicht nur eine neue Anlage, sondern auch Zuwachs. Insgesamt vier Tiere leben seit Ende September in dem Gehege und sollen jetzt für Nachwuchs sorgen. Den gab es zum letzten Mal vor fünf Jahren. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Dresdner Rotbüffel in Liebesangelegenheiten zu faul waren. Vielmehr fehlte den Damen der passende Mann. 2009 war der letzte Bulle verstorben. "Einen neuen wollten wir erst nach Sanierung der Anlage anschaffen", sagt Kurator Matthias Hendel. Denn die war ordentlich in die Jahre gekommen. Vor allem der Zaun, der die gefährlichen Huftiere am Ausbrechen hindern sollte, war an einigen Stellen durchgerostet - für einen Rotbüffelbullen, der 700 bis 800 Kilogramm auf die Waage bringen kann also kein Hindernis.

Im vergangenen Sommer begannen die Umbauarbeiten, der Zaun wurde abgerissen und durch einen massiven Gitterkorb, gefüllt mit gelbem Granit, ersetzt. Auch das Gehege selbst, das sich zu dieser Zeit drei Damen teilten, wurde umgestaltet, erhielt einen Unterstand, Baumstämme und - besonders wichtig - eine Betonfläche mit Entwässerungskanälen. Aus der ehemals schlammigen Anlage wurde für rund 40 000 Euro ein ansehnliches Areal.

Fehlten nach dem Tod zweier Weibchen nur noch die Bewohner. Zu Makena, die 2007 im Dresdner Zoo geboren wurde, gesellte sich schließlich im vergangenen Jahr ein neuer Bulle aus dem Augsburger Zoo - Malawi. "Da Makena aber bereits sieben Jahre alt war, waren wir nicht sicher, ob sie noch Nachwuchs bekommen kann", so Hendel. Also ging der Zoo auf die Suche nach weiteren Weibchen. Im französischen Sigean wurde man schließlich fündig. Ende September erreichten die dreijährige Sambesi und die eineinhalb Jahre alte Uzuri Dresden.

Nun kann der Zoo an alte Zeiten anknüpfen. Denn die Zucht von Rotbüffeln hat in Dresden lange Tradition. "In den 70er und 80er Jahren haben wir halb Europa mit unseren Tieren versorgt", erzählt Hendel. Das Besondere an den Dresdner "Originalen": Sie haben eine ausgeprägte rot-braune Färbung und nach hinten geformte Hörner.

Christin Grödel

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