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Rot-Grün-Rot will die Krankenhäuser Dresden-Neustadt und Friedrichstadt fusionieren

Rot-Grün-Rot will die Krankenhäuser Dresden-Neustadt und Friedrichstadt fusionieren

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will nach der Sommerpause einen Antrag in den Stadtrat einbringen, der der Verwaltung den Auftrag erteilen soll, eine Fusion der beiden Städtischen Krankenhäuser zu prüfen.

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Peter Lames

Quelle: Stephan Lohse

„Das ist unser erklärtes Ziel“, antwortete SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames auf Anfrage der DNN. Geplant sei es, das Städtische Klinikum Friedrichstadt und das Städtische Klinikum Dresden-Neustadt zum 1. Januar 2017 zu einem Eigenbetrieb zu verschmelzen. Bislang sind beide Häuser eigenständige Eigenbetriebe.

Der Text der Vorlage sei bereits erarbeitet worden, in ihm werde der Arbeitsauftrag an die Verwaltung festgehalten. „Es gibt keine inhaltlichen Differenzen in der Kooperation“, erklärte Lames. Kritischer sei die Frage, ob der Prüfauftrag von der Politik erteilt werde oder die Verwaltung selbst handele. „Die Frage, ob eine Fusion der bessere Weg ist, lässt sich politisch nicht beantworten, sondern nur betriebswirtschaftlich und marktstrategisch.“ Dazu seien eher die Verwaltung und die Geschäftsführung der Häuser in der Lage als der Stadtrat.

Inhaltlich sei eine Fusion die organisatorische Konsequenz eines Prozesses, der längst stattgefunden habe. „Das ist auch der richtige Weg“, findet Lames. Wichtig sei ihm die fachliche Perspektive: „Wir dürfen als Stadträte nicht die Haltung einnehmen, dass wir wissen würden, was für die Häuser richtig ist.“ Da aber auch die Personalräte von Friedrichstadt und Neustadt einer Fusion zugestimmt hätten, sei es folgerichtig, diese Initiative aufzunehmen.

Wenn der Prüfauftrag im Herbst beschlossen werde, sei genügend Zeit vorhanden, die Fusion solide auszuarbeiten und auf den Weg zu bringen. Lames lobte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU), der für die Krankenhäuser verantwortlich ist und sie in ein wirtschaftlich sicheres Fahrwasser gelotst habe. „Die Häuser sind in einem ganz anderen Zustand als 2012. Damals war die Situation besorgniserregend.“

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Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU)

Quelle: Christian Juppe

Sittel begrüßte gegenüber DNN die Ankündigung des SPD-Fraktionsvorsitzenden. Nach dem Bürgerentscheid vom Januar 2012, bei dem die Wähler eine Privatisierung der Krankenhäuser abgelehnt hatten, habe er den Ball bei der Frage einer Fusion beim Stadtrat liegen sehen, so Sittel. Der Zusammenschluss der beiden Häuser sei ein folgerichtiger Schritt. Die Energieversorgung und das Catering für die Patienten seien bereits für beide Häuser einheitlich geregelt worden, in Bälde sollen die Computersysteme zusammengeführt werden. Mit Jürgen Richter gebe es bereits einen Geschäftsführer für beide Häuser.

Eine Fusion führe dazu, dass die medizinischen und ökonomischen Ressourcen noch besser zum Wohle des Ganzen eingesetzt werden könnten, so Sittel. Der Ordnungsbürgermeister, der die Krankenhäuser nach der Bürgermeisterwahl an das Sozialressort abgeben wird, geht davon aus, dass in diesem Jahr ein kleiner Gewinn erwirtschaftet wird.

Thomas Baumann-Hartwig

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