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Rost, Schimmel und bröckelndes Mauerwerk in der Neuen Mensa Dresden - Cafeteria schließt

Rost, Schimmel und bröckelndes Mauerwerk in der Neuen Mensa Dresden - Cafeteria schließt

Am Donnerstag öffnete die Cafeteria in der Neuen Mensa an der TU Dresden zum letzten Mal. Jetzt sind alle Nutzer aus dem denkmalgeschützten Gebäude ausgezogen – bis auf die Bierstube, deren Betreiber sicher weiterhin weigern, zu räumen.

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Die Neue Mensa in Dresden schließt und soll saniert werden.

Quelle: Franziska Schmieder

Man sei nicht fristgerecht gekündigt worden, heißt es von deren Seite. Das Studentenwerk Dresden als Betreiber argumentiert mit unverhältnismäßigen Nebenkosten allein für den Bierstubenbetrieb und den maroden Anlagen (DNN berichteten)

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Zuläufe zum Kaltwasserrohr.

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Auf diese durften am Donnerstag Pressevertreter einen Blick werfen. Und schon für Laien ist zu erkennen, dass hier dringender Sanierungsbedarf herrscht. Die Kaltwasserrohre sind überall mit Manschetten umwickelt, die von Mitarbeitern der Haustechnik über undichte Stellen gezogen worden sind. Trotzdem ausgetretenes Wasser lässt Kabel und Wände modern. In einem großen Mensasaal ist eine der Original-Holzplatten aus Hellerau durch Regenwasser von der Decke gekommen.

Jetzt hängt dort eine Spanplatte. "Die tauschen wir nach jedem stärkeren Regen aus", berichtet Ralf Reinhardt, Fachbereichsleiter für die Neue Mensa, nun auch zuständig für die Zwischenlösung Zeltmensa und zwei Pavillons, die als Ersatz für die Cafeteria dienen sollen. Die stehen jedoch noch nicht, der erste soll wahrscheinlich bis Ende des Jahres hinter dem Hörsaalzentrum aufgebaut werden. Das zieht finanzielle Einbußen für das Studentenwerk nach sich, zeigt aber auch, dass der Zustand der technischen Anlagen eigentlich keinen Weiterbetrieb erlaubt.

Bis Dezember werden Mitarbeiter des Studentenwerkes noch aus- und aufräumen, deshalb bleiben Strom, Wasser und Heizung sowieso in Betrieb. Danach werden die Anlagen nur noch für die Bierstube betrieben werden müssen, sollte keine Einigung erzielt werden. "Wir können einzelne Abschnitte nicht von der Heizung abklemmen", erklärt Mario Wünsch von der Haustechnik. Deshalb wird das ganze Gebäude beheizt werden müssen, statt nur die Bierstube. Das Kaltwasser fließt durch eine Ringleitung und muss in Bewegung bleiben, um nicht zu verkeimen. Dass bisschen, was die Bierstube abzapft, würde dafür nicht ausreichen. Die Warmwasserbehälter sind 3000 Liter groß – viel zu groß für die kleine Studentengastronomie. "Es wird alles angestellt bleiben und wir stellen den Gesamtverbauch dem Klub Neue Mensa in Rechnung", formuliert Udo Lehmann vom Fachbereich Hochschulgastronomie den Plan des Studentenwerkes, die finanziellen Kosten abzufedern.

Ob und wann eine Einigung erzielt wird, bleibt weiter offen. Das Studentenwerk Dresden hat nach eigenen Angaben eine Räumungsklage gegen die Bierstubenbetreiber eingereicht.

Franziska Schmieder

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