Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Rossendorfer Magnetkraft weltweit begehrt - Hochfeldlabor für 20 Millionen Euro vergrößert

Rossendorfer Magnetkraft weltweit begehrt - Hochfeldlabor für 20 Millionen Euro vergrößert

Der Auf- und Ausbau des Hochfeld-Magnetlabors in Dresden-Rossendorf hat sich als Erfolg erwiesen: Immer mehr Wissenschaftler aus dem In- und Ausland wollen inzwischen an den Experimentalständen im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forschen, teilte Sprecherin Christine Bohnet mit.

Voriger Artikel
Stolperstein-Verlegung in Dresden: Laubegaster recherchiert Lebensläufe von NS-Opfern
Nächster Artikel
Sturmtief Xaver stürzt Bäume in Dresden um - 40 Einsätze für die Polizei

Die Rossendorfer Forscher konstruieren ihre Spulen selbst.

Quelle: HZDR, Oliver Killig

Deshalb nimmt das Zentrum in der kommenden Woche auch eine 20 Millionen Euro teure Erweiterung des Magnetlabors in Betrieb- und arbeitet sich derweil weiter an einen Weltrekord heran.

"Es gibt inzwischen eine zentrale Platzvergabe für die europäischen Magnetlabore in Dresden, Grenoble, Toulouse und Nijmwegen - und die meisten Anträge gelten uns", teilte HZDR-Sprecherin Christine Bohnet mit. Denn in Dresden können die Wissenschaftler aus nah und fern mit besonders starken Magnetpulsen von bis zu 94,2 Tesla experimentieren. Solche starken Felder werden benötigt, um zum Beispiel Hochtemperatur-Supraleiter zu entwickeln, die Strom widerstandslos transportieren, um neue Halbleitermaterialien für die Computer von morgen zu finden, tolle Werkstoffe zu ertüfteln oder die Vorgänge in fernen Sternen zu simulieren.

Derweil basteln die Hochfeld-Experten um Professor Joachim Wosnitza im Hintergrund bereits an noch stärkeren Spulen, die den Weltrekord von 100 Tesla knacken sollen. Zum Vergleich: Bereits jetzt erreichen die Dresdner Spulen etwa die zweimillionenfache Stärke des Erdmagnetfeldes beziehungsweise sind 90 Mal so stark wie ein Hufeisenmagnet.

Um solche Feldstärken in Sekundenbruchteilen zu erreichen, setzen die HZDR-Entwickler auf große Kondensatorbänke, in denen sich Hunderte Energiespeicher erst mit Strom vollsaugen, um diesen dann schlagartig durch die Spulen zu jagen. Der nun nahezu fertiggestellte Erweiterungsbau für das Hochfeld-Magnetlabor verdoppelt daher nicht nur die Nutzfläche und fügt sechs weitere Experimentalzellen für Gastforscher hinzu, sondern umfasst auch eine zweite solche Kondensator-Halle. Bezahlt wurde die Investition größtenteils vom Freistaat.

iMehr Infos und Video: computer-oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2013

Weckbrodt, Heiko

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
20.07.2017 - 11:26 Uhr

Den Gastgebern ging im Spielverlauf allmählich die Konzentration aus. (mit Fotos)

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.