Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Rollentausch: Dresdner Schüler probierten geschlechteruntypische Berufe aus

Rollentausch: Dresdner Schüler probierten geschlechteruntypische Berufe aus

Von wegen typisch männlich oder weiblich: Am Boys’ Day und Girls’ Day wurden die Rollenbilder mal ganz gründlich umgekrempelt.

Voriger Artikel
Baugewerbe in Sachsen hält Umsatz konstant
Nächster Artikel
Hunderte Gegendemonstranten beschallen Mini-NPD-Kundgebung am Dresdner Rathaus

Unter anderem konnten sich Mädchen in der VW-Manufaktur umsehen.

Quelle: Mareike Hauff

Schüler der 5. bis 10. Klasse hatten da die Chance, in Berufe hineinzuschnuppern, die eigentlich dem anderen Geschlecht zugeordnet sind. So konnten sich Jungs in der Pflege oder als Erzieher ausprobieren, während Mädchen technische oder handwerkliche Berufe erkundeten. Allein zu der begleitenden Rahmenveranstaltung in der JohannStadthalle kamen etwa 200 Teilnehmer. Einige Angebote in Kitas fielen jedoch dem Streik zum Opfer.

Automechatronikerin? Warum eigentlich nicht, dachten sich wohl 20 Mädchen, die in der Gläsernen Manufaktur mit Spannung verfolgten, wie ein VW Phaeton entsteht. Schritt für Schritt erklärt Alesia Sysoyeva dem Nachwuchs die Prozesse. „Was hier passiert, nennen wir die Hochzeit: da wird der Motor mit der Karosserie vereint.“ „Und wer von beiden ist ‚er‘ und wer ist ‚sie‘?“, witzelt eine Teilnehmerin. Begleitet von staunenden „Ahs“ und „Ohs“ fährt nun das Fahrwerk aus dem Boden und wird automatisch eingesetzt. Auf die Frage, ob sie später in der Autoherstellung arbeiten möchten, zögern die Mädchen aber. „Eigentlich hatte ich nicht daran gedacht, aber wer weiß?“, meint die 13-jährige Miriam. Spannend findet sie Technik jedenfalls und wollte die Manufaktur schon immer mal von innen sehen.

php812805e6ca201403271812.jpg

Girls Day in Dresden: Unter anderem konnten sich Mädchen in der Gläsernen Manufaktur umsehen.

Zur Bildergalerie

Unterdessen begleitet Mike die Altenpflegerin Stefanie Pfitzner von der Sozialstation des Deutschen Roten Kreuzes auf ihrer täglichen Tour zu den Patienten. „Guten Morgen, Frau Höhne“, ruft die junge Frau freundlich, während sie die Wohnung aufschließt. „Ich habe heute einen Jungen dabei, der mir über die Schulter schauen möchte“, erklärt sie. Erfreut begrüßt die ältere Dame den Siebtklässler. „Na, ausgeschlafen?“, fragt sie. „Ein bisschen müde bin ich schon“, gähnt er. Seit 5.45 Uhr ist Mike heute schon mit der Pflegerin unterwegs, denn Frühaufstehen gehört nun einmal zum Beruf dazu. „Bei Menschen mit Arthrose muss man ganz vorsichtig sein“, erklärt Pfitzner gerade, während sie einer Patientin in den Sessel hilft und die fügt noch scherzhaft hinzu: „Hörst du, da knackt’s im Gebälk.“

Mike darf zusehen, wie die Pflegerin beim Aufstehen hilft, Frühstück macht, Tabletten reicht und Stützstrümpfe anzieht. Er kennt das alles schon, denn in seinen letzten Sommerferien war er für ein Praktikum im Pflegeheim. „Mir macht es Spaß, mit alten Leuten zu tun zu haben“, strahlt er. Altenpfleger zu werden, dass könne er sich schon vorstellen. Und schon geht es mit dem Auto weiter zum nächsten Haus. „Die meisten Patienten freuen sich, dass ich mitkomme“, erzählt der Junge. Ehepaar Richter ist nun an der Reihe und der ehemalige Lehrer freut sich über Mikes Interesse an der Altenpflege. „Das ist ein Beruf mit Zukunft“, rät er ihm zu.

Mareike Hauff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.