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Roboter ist neuer Museumsguide der Technischen Sammlungen Dresden

Roboter ist neuer Museumsguide der Technischen Sammlungen Dresden

„Hallo, wie geht’s?“, fragt eine freundliche männliche Stimme in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD). Doch das ist nicht etwa die Begrüßung eines menschlichen Museumspädagogen, sondern eines Roboters.

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Dieser Roboter erklärt den Museumsbesuchern in den Technischen Sammlungen Dresden die Rechentechnikausstellung.

Quelle: Stefan Schramm

Der soll zu ausgewählten Terminen die Besucher durch die Rechentechnik-Ausstellung der TSD führen und mit den gewünschten Informationen versorgen. Am Mittwoch haben ihn seine Entwickler, vier Informatiker der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft, vorgestellt.

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Ein Roboter soll künftig die Besucher der Technischen Sammlungen Dresden durch die Rechentechnik-Ausstellung führen.

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Intern wird der gelbe Kamerad mit dem Glaskugelkopf und den aufmerksamen Augen „John Doe“ genannt, das amerikanische Pendant von Max Mustermann. Einen offiziellen Namen – Vorschläge dürfen die Museumsbesucher gern machen – hat er noch nicht. Dafür leichtes Übergewicht. „Bei 1,75 Metern Größe und 75 Kilogramm Masse liegt er mit dem Body Mass Index von 25 voll im Trend der Zeit“, flachst Informatiker Sven Hellbach vom Entwicklungsteam.

Denn in dem schlauen Kerlchen steckt jede Menge modernster Technik. Mit einer Vielzahl von Sensoren, wie Sonar- und Laserscanner sowie einem 360-Grad-Kamerasystem, kann der Roboter seine Umgebung wahrnehmen. Über einen Bildschirm kann er Texte, Grafiken, Videos und sogar Spiele anzeigen. In den Ausstellungsräumen kennt „John Doe“ jeden Quadratzentimeter und steuert alle Orte eigenständig an. Auch sonst hat er ein meisterhaftes Gedächtnis, weiß zu den Exponaten schon viel zu berichten.

Und wenn er keine Antwort parat hat, dann sagt er schon mal frech: „Fragen Sie mich morgen wieder!“ Hellbach erklärt: „Momentan lernt der Roboter noch und wird auch nicht jeden Tag in der Ausstellung herumfahren, weil er noch einen Aufpasser braucht.“ Am 1. Mai und am 6. Juli können die Museumsbesucher ihren neuen Guide kennen lernen und ihn mit Fragen löchern. Noch bis August 2014 läuft das Projekt, das mit 729000 Euro vom Freistaat und vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Angst vor der künstlichen Intelligenz muss niemand haben. „Der Mensch ist der Herr, der Roboter folgt nur dessen Wünschen“, so Hellbach. „Wir wollen vermeiden, dass er Monologe herunterrasselt“. Er soll mit den Besuchern in einen Dialog treten und dabei alles abdecken von einer Erklärung für einen Experten bis hin zu kleinen Anmerkungen für Leute, die nur kurz durch die Ausstellung schlendern.

Der Clou: Da er in der Rechentechnikabteilung Dienst tut, ist der Roboter selbst ein Exponat der Ausstellung, die er präsentiert. „Er begibt sich sozusagen auf die Spuren seiner eigenen Urahnen“, freut sich Museumsdirektor Roland Schwarz über das neue Mitglied seines Teams. Mit größeren Personengruppen muss der Roboter aber noch umzugehen lernen. Marc Donner, einer seiner geistigen Väter, kennt seinen „Zögling“ ganz genau: „Er ist eben manchmal noch ein bisschen nervös!“

Stefan Schramm

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