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Richtfest für Schwimmhalle in Bühlau

Richtfest für Schwimmhalle in Bühlau

5000 Mark hat Rentnerin Gisela Lutoschka vor vielen Jahren für den Bau einer Schwimmhalle in Weißig gespendet. "Wie lange das jetzt her ist, weiß ich gar nicht mehr so genau, auf jeden Fall hatten wir die D-Mark damals noch", erinnert sich die ehemalige Zahnärztin und schmunzelt.

Gestern jedenfalls war die Weißigerin mit dabei, als Richtfest gefeiert wurde für das langersehnte Hallenbad. Dass es jetzt endlich vorwärts geht, freut die Seniorin sehr.

Die Schwimmhalle entsteht bekanntlich nicht in Weißig, sondern auf dem Gelände an der Bautzner Landstraße 92 - genau dort, wo bis Sommer 2011 ein Straßenbahnhof der Dresdner Verkehrsbetriebe stand. Baubeginn war Ende März. Wenn alles gut geht, soll die Schwimmhalle im Dezember 2015 in den Probetrieb gehen und im Januar 2016 Einwohnern, Schulklassen und diversen Vereinen zur Verfügung stehen. "Wir hoffen auf einen milden Winter und darauf, dass die Anwohner wegen des Baulärms die Zähne zusammenbeißen", meinte Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) beim Richtfest.

Im Erdgeschoss des Neubaus entstehen ein 25-Meter-Sportbecken mit sechs Bahnen und einer Tiefe von 1,80 Metern, ein 16 mal 10 Meter großes Lehrschwimmbecken mit Hubboden und ein Kinderbecken. Exakt 614 Quadratmeter beträgt die gesamte Wasserfläche. Im Obergeschoss ist eine Sauna mit drei verschiedenen Kabinen vorgesehen. Die Baukosten betragen 9,3 Millionen Euro. 3,6 Millionen Euro stammen aus dem Fördertopf des Freistaats. Die Dresdner Bäder GmbH, die die Schwimmhalle betreiben wird, will zwölf Mitarbeiter beschäftigen. Die Bühlauer Halle werde ganzjährig geöffnet haben, Ferienpausen seien nicht vorgesehen, sagte Geschäftsführer Matthias Waurick. Besonderheit: Die Halle wird über ein Blockheizkraftwerk beheizt, das auch die angrenzende Kita mit Wärme versorgt.

Dem Bau ging ein schier endlos währender Streit zwischen der Stadt Dresden und der Ortschaft Schönfeld-Weißig voraus. Ursprünglich sollte das Hallenbad nämlich in Weißig entstehen - ein "Geschenk" an die Schönfeld-Weißiger für ihre Bereitschaft, die Eigenständigkeit aufzugeben. So stand es im Eingemeindungsvertrag. Weil Bühlau verkehrsgünstiger gelegen ist, entschied sich Dresden allerdings später gegen den Standort im Hochland. Die beiden Parteien trafen sich schließlich vor Gericht wieder. Der Streit endete letztlich in einem Vergleich: Die Schwimmhalle wird in Bühlau gebaut, dafür muss Dresden rund zehn Millionen Euro in Schönfeld-Weißig investieren.

"Ich verfolge das Geschehen mit Argusaugen", meinte gestern der frühere Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr gut gelaunt. Er empfinde "Genugtuung" darüber, dass die Halle nun doch eine Sauna bekomme und ins Lehrschwimmbecken ein Hubboden für Behinderte eingebaut werde. Davon hatte sich die Stadt aus Kostengründen wieder verabschieden wollen. Auch Behr zeigte sich letztlich angetan von der Halle.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Katrin Richter

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