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Rheinhessisches Weingut Keth öffnet Weinbar und Café am Dresdner Wasaplatz

Rheinhessisches Weingut Keth öffnet Weinbar und Café am Dresdner Wasaplatz

Weinfreunde in Dresden haben seit dem Wochenende einen neuen Treffpunkt. Direkt am Wasaplatz in Strehlen hat das Weingut Keth aus dem rheinhessischen Offstein eine Vinothek mit Weinbar und Eiscafé eröffnet.

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Winzer Matthias Keth und Café-Chefin Beate Brunke wollen künftig auch sächsischen Winzern eine Plattform bieten.

Quelle: Lars Müller

Den Dresdnern ist das Familienweingut aus Rheinland-Pfalz nicht unbekannt, betreibt es doch auf dem Frühjahrs-, dem Herbst- und dem Striezelmarkt traditionell einen eigenen Weinstand.

Zum ersten Mal war das Weingut Keth im Dezember 1989 auf dem Striezelmarkt dabei, sagt Juniorchef Matthias Keth, also unmittelbar nach der Grenzöffnung. Der 38-jährige Weinbautech- niker und Winzermeister betreibt den Familienbetrieb in fünfter Generation. Die Rebfläche beträgt rund 50 Hektar, ist auf biologischen Anbau umgestellt und wird maschinell bewirtschaftet. Auf den Weinhängen stehen beispielsweise Burgunder-Sorten, Riesling, Sauvignon Blanc, Silvaner, Saint Laurent, Sokrates, Merlot oder Cabernet Franc. Der Rotweinanteil liegt bei 45 Prozent.

Inzwischen gehört das Weingut Keth durchaus in die Riege der Top-Betriebe Rheinhessens: Zahlreiche Weine sind mehrfach preisgekrönt und werden beispielsweise in der Bordgastronomie der Deutschen Bahn und regelmäßig auch in der Business und First Class der Lufthansa kredenzt - und nun eben auch in Dresden, wo die Weine von den drei saisonalen Märkten abgesehen bisher nicht erhältlich waren. In der Vinothek wird ein Querschnitt durch das Sortiment angeboten.

Betrieben wird das Geschäft von Beate Brunke, die aus der Gastronomie kommt und bisher die Keth-Stände auf den Dresdner Märkten betreut hat. Die Weinbar in Dresden versteht Matthias Keth als "Brücke" zum regionalen Anbaugebiet an der Elbe. Mittelfristig will er in seinem Laden auch - möglicherweise wechselnde - sächsische Weine anbieten, dazu möchte er das Gespräch mit Winzern suchen. Später seien thematische Weinveranstaltungen oder Weinseminare geplant. "Ich kann mir beispielsweise eine Vergleichsprobe zwischen sächsischen und rheinhessischen Weinen vorstellen", sagt Matthias Keth. Dabei könnten dann auch sächsische Winzer sich und ihre Weine präsentieren.

Keth erschließt mit der Dresdner Weinbar und dem Café zugleich neue Absatzmärkte. Durch die hohe Dichte der Winzerbetriebe in Rheinhessen können die dortigen Weinbauern im Gegensatz zu ihren sächsischen Kollegen, wo die Weinmenge von den Elbhängen meistens begrenzt ist, nicht ausschließlich von der Kundschaft in der eigenen Region leben. "Keth am Wasaplatz" in der Kreischaer Straße 3 ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

http://weingut-keth.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2014

Lars Müller

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