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Revierförster befürchtet Umweltkatastrophe - Gülle in Prießnitz hat vielen Fischen das Leben gekostet

Revierförster befürchtet Umweltkatastrophe - Gülle in Prießnitz hat vielen Fischen das Leben gekostet

Heiko Zuppke, verantwortlicher Förster im Heide-Revier Langebrück, befürchtet, die Gülle, die Mitte März von Großerkmannsdorf in die Prießnitz gelangt ist, könnte zu einer mittleren Umweltkatastrophe geführt haben.

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86 tote Forellen und vier Plötzen hat Heiko Zuppke, verantwortlicher Förster im Heide-Revier Langebrück, nach dem Unfall am Rande der Prießnitz gefunden. Er befürchtet, dass der Forellenbestand in dem Flüsschen "komplett hinüber ist".

Quelle: Heiko Zuppke

Indiz dafür seien die toten Fische, die er nach dem Unfall am Rande des Flüsschens gefunden hat. "Es waren 86 Forellen unterschiedlicher Größe und vier Plötzen", sagt er. Dass die Gülle Forellen aller Lebensklassen vergiftet hat, ist für ihn ebenso alarmierend, wie der Umstand, dass auch die im allgemeinen relativ unempfindlichen Plötzen die Havarie nicht überlebten. Mit einigem Erstaunen nahm der Forstmann deshalb zur Kenntnis, dass das Dresdner Umweltamt nach dem Unfall lediglich vor dem Kontakt mit dem verschmutzten Wasser warnte, aber in seiner Pressemitteilung keine Bemerkung zu dem Schaden machte, der der Natur entstand. Dabei stehen Einzelabschnitte der Prießnitz unter besonderem Schutz. Der Prießnitzgrund mit seinen besonderen Standorten ist als europäisches Fauna-Flora-Gebiet ausgewiesen. Zuppke befürchtet, dass der Forellenbestand in der Prießnitz "komplett hinüber ist". Zwar könne man diesen Schaden durch einen Neubesatz mit Fischen aus anderen Flüssen beheben. Aber die prießnitzeigene, dort bodenständige Fischpopulation, die eine ähnliche Verunreinigung Anfang der 90er Jahre noch überlebt hat, sei damit nicht wirklich zu ersetzen. Eine Untersuchung vor dem Osterwochenende scheint das zu bestätigen. Noch einmal glimpflich davon gekommen sind offenbar die Bachneunaugen, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht die Kriminalpolizei den Vorfall. Zuppke hofft, dass es im Ergebnis dieser Ermittlungen auch zu Schutzmaßnahmen kommt, die einen solchen Gülleeintrag in die Prießnitz künftig verhindern. Er könnte sich ein Auffangbecken vorstellen, in den die Gülle des Großerkmannsdorfer Landwirtschaftsunternehmens bei einer Havarie fließt, bevor sie über den Dorfbach in den Fluss quer durch das Landschaftsschutzgebiet Dresdner Heide bis in die Dresdner Neustadt gelangt. Nach Informationen der Forstbehörde ist inzwischen auch die untere Naturschutzbehörde in Dresden aktiv geworden und hat bei dem Freitaler Büro nature-concept eine Beprobung der Prießnitz in Auftrag gegeben. bl Das Foto mit den toten Fischen hat Heiko Zuppke gemacht. 2000 Festmeter gehen auf das Konto von Niklas Der Sturm Niklas hat auch in der Dresdner Heide seine Spuren hinterlassen. Nach Auskunft des Forstbezirkes Dresden sind ihm rund 2000 Festmeter Holz zum Opfer gefallen. Besonders betroffen waren die Forstreviere Ullersdorf und Langebrück, erklärt Pressesprecherin Jana Weisbach. bl

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2015

Bernd Lichtenberger

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