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Recyclingfirma "Dr. Sickert" ist vorläufig insolvent

Recyclingfirma "Dr. Sickert" ist vorläufig insolvent

Erst vor einigen Monaten ist CDU-Stadträtin Christa Müller mit ihrer Firma "Hippe Recycling" zwischenzeitig in die Insolvenz gerutscht (DNN berichteten), jetzt musste ein anderer Dresdner Entsorger Zahlungsunfähigkeit anmelden.

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An den Wertstoffcontainern an der Kronenstraße stapelte sich vor einigen Tagen der Müll. Kam wirklich nur eine Aushilfskraft von "Dr. Sickert" nicht hinterher?

Quelle: C.F.

Gegen das Unternehmen "Dr. Sickert Recycling" mit Sitz an der Bautzner Straße 45 wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Das bestätigte der ebenfalls in der CDU engagierte Geschäftsführer Steffen Sickert gestern auf Anfrage.

"Wir sortierten für die Gesellschaft 'Der Grüne Punkt' gelbe Säcke, doch diese hat im Herbst den Vertrag mit uns kurzfristig gekündigt. Da die im September erbrachten Leistungen nicht bezahlt wurden, fehlten im Oktober auf einen Schlag rund 100 000 Euro, was die Hälfte unseres Umsatzes bedeutet. Da musste ich die Notbremse ziehen", erklärt Sickert.

Er hofft, dass seine 34 Mitarbeiter starke Firma im kommenden Jahr schnell wieder wirtschaftlich genesen kann. "Ich denke, wir sollten uns weniger auf das Geschäft mit Verpackungen konzentrieren, sondern stattdessen mehr auf Recycling von Kunststoffen. Das ist ein Geschäftszweig, der einfach mehr Rendite bringt."

Gleichzeitig muss Sickert aber im kommenden Jahr auf einen Großauftrag verzichten. Denn die vertraglich zugesicherte Hoheit über die Entsorgung von Altpapier in Klotzsche, Pie-schen, Trachau und der Neustadt läuft planmäßig Ende dieses Jahres aus. Nach Angaben von Dagmar Kuklinski, Abteilungsleiterin für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung im Rathaus, kümmert sich ab 2012 die "Remondis"-Gruppe um diese Stadtteile. Schon zuvor hatte Sickert den Zuschlag für die Entsorgung von Glas verloren.

Nicht ganz von ungefähr, wie Kuklinski durchblicken lässt. "Die Firma von Herrn Sickert sichert in Auftrag gegebene Leistungen nicht voll ab. Die von ihm betreuten Gegenden bewerten wir durchaus als Problemfall."

Ein Vor-Ort-Termin an den Wertstoffcontainern an der Kronenstraße in Trachau macht deutlich, wovon die Abteilungschefin der Stadt spricht. Pappen und Zeitungen stapeln sich dort en masse. "Es sieht aus wie in einem Slum", schimpft Anwohner Karl Mewes.

Steffen Sickert sagt zur Verteidigung seiner Mannschaft: "Das sind Momentaufnahmen. Beschwerden gab es, als einer meiner Stammfahrer Urlaub hatte und die Aushilfe das ganze Programm nicht bewältigte. Von einem Dauerzustand zu reden, ist unseriös. Meine Leute machen gute Arbeit."

Christoph Stephan

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