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Reaktionen zum Bürgerfest: "Dresden ist mit sich in Deutschland und Europa nicht allein"

Reaktionen zum Bürgerfest: "Dresden ist mit sich in Deutschland und Europa nicht allein"

Lachende Gesichter statt wütender Sprechchöre - Dresden zeigte sich am Montag von seiner weltoffenen Seite. Bis zu 25 000 Menschen machten vor der Frauenkirche und auf dem Theaterplatz deutlich: Die Stadt ist bunt und atmet Vielfalt.

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Musik gegen Engstirnigkeit: Die Dresdner Band "Banda Comunale" eröffnete das Bürgerfest auf dem Neumarkt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die DNN haben Reaktionen auf das Bürgerfest des Vereins "Dresden - Place to be" gesammelt:

Innenminister Markus Ulbig (CDU) erklärte: "Es war eine großartige Veranstaltung. Schön, dass so viele Menschen gekommen sind. Von Dresden ging ein eindeutiges Zeichen der Menschlichkeit und Weltoffenheit aus." Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagte: "Ein unterhaltsames und schönes Konzert, verbunden mit sehr feinsinnigen Worten von Herbert Grönemeyer, die ich mir auch selber gern annehme." "Wir begrüßen die vielfältigen Aktionen für ein weltoffenes, internationales Dresden. Der Auftritt renommierter Künstler und eine beeindruckend bunte Stadtsilhouette wurden durch die Medien umfassend aufgegriffen und haben ein sehr positives Bild unserer Stadt gezeigt", sagte Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Christiane Filius-Jehne, Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion, sagte, eine aus der Bürgerschaft kommende Initiative habe innerhalb weniger Tage gezeigt, wie die Welt nach Dresden geholt werden könne. "Da kann sich manche öffentliche Stelle eine Scheibe abschneiden."

CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Jan Donhauser erklärte, es sei richtig und wichtig, mit solchen Veranstaltungen Dresden in der Außendarstellung ins richtige Licht zu rücken. "Ich finde es aber genauso wichtig, dass Markus Ulbig das Gespräch mit Pegida gesucht hat. Alle sollten jetzt ihre Arbeit gut machen", forderte Donhauser.

Linken-Stadtratsfraktionsvorsitzender André Schollbach erklärte: "Es war ein gutes Signal - nicht nur getragen von der Sorge um den guten Ruf unserer Stadt, sondern auch vom unbedingten Willen zu einer offenen Gesellschaft. Allerdings: Solche Signale braucht es auch in den nächsten Wochen. Wir sind (nicht nur) Montag für Montag gefordert, Fremdenfeindlichkeit offen entgegenzutreten - umso dringender, wenn, wie jetzt bekannt wurde, Rechtsradikale für den 14. Februar einmal mehr einen Aufmarsch in Dresden planen."

SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender Peter Lames sprach von einer wunderschönen Stimmung und einem sehr guten Bild von Dresden. "Besonders die in vielen Farben leuchtende Elbsilhouette war eindrucksvoll." Dresden sei mit sich nicht alleine in Deutschland und Europa, hat laut Lames die Botschaft gelautet.

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Stadtrat, Stefan Vogel, erklärte: "Den Organisatoren ist es durch die verbindende Kraft der Musik gelungen, unterschiedliche Sichtweisen friedlich zusammenzuführen. Besonders freuen wir uns, dass offenbar auch zahlreiche Pegida-Anhänger an der Veranstaltung teilgenommen haben, um gemeinsam mit allen anderen ein Zeichen für eine weltoffene und tolerante Stadt zu setzen."

FDP-Stadtrat Jens Genschmar sagte: "Ich freue mich, dass so viele Künstler nach Dresden gekommen sind, um ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz zu setzen. Zur Toleranz zählt für mich aber auch, andere Meinungen zu akzeptieren, auch wenn ich diese nicht teile. Aus diesem Grund sehe ich manche einseitige Äußerung der Künstler eher kritisch, weil diese die Gräben in der Stadt vermutlich sogar noch vertiefen, anstatt dass es zu einer Verbesserung kommt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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