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Rathaus will Straßenmusiker in Dresden disziplinieren

Neues Regelwerk Rathaus will Straßenmusiker in Dresden disziplinieren

In den vergangenen Tagen war es wieder laut auf der Prager Straße. Eine osteuropäische Straßenmusikcombo legte sich wieder ins Zeug und soll sich an keine Regeln gehalten haben. Das Rathaus will solchen schwarzen Schafen jetzt das Handwerk legen. Ob der Stadtrat mitspielt, ist ungewiss.

Die härteste Straßenmusik-Combo der Stadt feierte in dieser Woche auf der Prager Straße ein Comeback
 

Quelle: tbh (Archiv)

Dresden.  Die härteste Straßenmusik-Combo der Stadt feierte in dieser Woche auf der Prager Straße ein Comeback. Drei Tage lang beschallten die osteuropäischen „Musiker“ Dresdens Einkaufsstraße Nummer eins mit ohrenbetäubendem Lärm. Nach Augenzeugenberichten hielten sich die Radaumacher einmal mehr nicht an die Regelungen zur Straßenmusik. So soll die festgesetzte halbe Stunde Spielzeit deutlich überschritten worden sein.

Die Stadtverwaltung hat ihre Hausaufgaben erledigt und eine „Neuregelung über die Ausübung von Straßenmusik, Straßenkunst und Straßenmalerei innerhalb des Stadtzentrums“ erarbeitet. Das teilte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN mit. „Der Entwurf wird noch verwaltungsintern abgestimmt“, so der Stadtsprecher. Wenn die Abstimmung abgeschlossen sei, werde die Verwaltung die Details vorstellen.

Nach DNN-Informationen soll die Neufassung eine Genehmigungspflicht für Straßenmusiker enthalten. Der Stadtrat muss darüber abstimmen. Ob eine stärkere Reglementierung der Straßenmusik eine politische Mehrheit findet, ist ungewiss. Die CDU fordert seit längerer Zeit besser kontrollierbare Regeln, damit Krawallmachern das Handwerk gelegt werden kann. Es gibt aber auch Stimmen aus dem rot-grün-roten Lager, die fordern, nicht nur bei den Sonntagsöffnungszeiten Politik für die Verkäuferinnen zu machen, sondern das Personal der Geschäfte im Stadtzentrum auch vor Lärmbelästigung zu schützen. Andere Kommunalpolitiker von Rot-Grün-Rot halten Straßenmusik unabhängig von Qualität und Lautstärke für eine Bereicherung und sperren sich gegen kontrollierbare Regeln.

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hatte im vergangenen Jahr die Genehmigungspflicht für Straßenkunst aufgehoben. Das nutzen Musiker vorwiegend aus Osteuropa konsequent aus. Mit hoher Lautstärke verdrängen sie andere Straßenmusiker aus dem Stadtbild und können so allein die Gaben der Passanten kassieren. Die Beschwerden von Anwohnern und Anliegern hatten in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Der Petitionsausschuss des Stadtrats hatte auf die Beschwerde eines genervten Anwohners hin die Verwaltung aufgefordert, bis 30. Juni eine Neuregelung vorzulegen. „Wir informieren den Ausschuss über den Arbeitsstand“, kündigte Schulz an.

In der ersten Junihälfte war die Straßencombo rund um die Uhr im Zentrum präsent. Mittlerweile dürfte sie aber auch in anderen Städten mit ähnlich lockeren Regeln wie Dresden ihrem Handwerk nachgehen. Berichte über Lärmbelästigungen durch osteuropäische „Musiker“ gab es unter anderem in Chemnitz, Potsdam und Rostock zu lesen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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