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Rathaus Dresden: Vierte Etage muss ausziehen

Stadtrat beschließt Brandschutzmaßnahmen Rathaus Dresden: Vierte Etage muss ausziehen

Im Rathaus ist demnächst Kistenpacken angesagt: Die vierte Etage soll freigezogen werden. Das hat der Stadtrat am Freitag einstimmig beschlossen. Die komplette Räumung des Obergeschosses im unsanierten Teil des Verwaltungssitzes ist aus Brandschutzgründen erforderlich.

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Irgendwann soll auch der Rathausturm wieder begehbar sein.

Quelle: Archiv

Dresden. Im Rathaus ist demnächst Kistenpacken angesagt: Die vierte Etage soll freigezogen werden. Das hat der Stadtrat am Freitag einstimmig beschlossen. Die komplette Räumung des Obergeschosses im unsanierten Teil des Verwaltungssitzes ist aus Brandschutzgründen erforderlich. Aufgrund der Deckenkonstruktion gibt es zwischen den Büros und der hölzernen Dachkonstruktion praktisch keinen Feuerwiderstand. Käme es zu einem Brand, wären die Folgen unabsehbar.

„Die Brandschutzmängel sind so groß, dass sie allen Sicherheitsstandards Hohn sprechen“, erklärte Tilo Wirtz von den Linken. Auch Gunter Thiele (CDU) verwies auf die Haltung der Bauaufsicht, die erklärt habe, dass es so nicht weitergeht. Wie von der Verwaltung vorgeschlagen, erteilte der Stadtrat daher jetzt den Auftrag zum Auszug der rund 160 Mitarbeiter und zu sogenannten „temporären Kompensationsmaßnahmen“. Dabei sollen zeitweise Vorkehrungen für den Brandschutzgetroffen werden, die auch keinen besonderen gestalterischen Anforderungen entsprechen müssen. Damit sollen beim Brandschutz für eine Übergangszeit wieder vertretbarere Zustände im unsanierten Rathaus-Teil hergestellt werden. Der Oberbürgermeister muss die Planungen dafür auslösen und eine Kostenberechnung vorlegen.

Der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit war es wichtig, durch die jetzigen Bauarbeiten die Gesamtrekonstruktion des unsanierten Bereichs „in einem Rutsch“ nicht zu blockieren. Für diese Arbeiten ist zwar von Kosten im Bereich von 100 Millionen Euro die Rede – Geld, dass derzeit nicht auf einen Schlag zur Verfügung steht –, aber dennoch wollen SPD, Linke und Grüne die Variante prüfen lassen. Sie wäre finanziell günstiger als eine schrittweise Sanierung. Die Verwaltung soll daher prüfen, ob es auf dem Immobilienmarkt Objekte gibt, die bei einer Kompletträumung des unsanierten Rathausteils genutzt werden könnten und zu welchem Preis. „Das sind Prüfaufträge“, legt der Grünen-Politiker Thomas Löser nüchternen Realitätssinn an den Tag. Irgendwann sollte der Rathausturm wieder begehbar sein, auch wenn das vielleicht noch 20 Jahre dauert, fügte er hinzu.

Von Ingolf Pleil

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