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Rahmenkonzept der Stadt: Dresden wächst und braucht mehr Wohnungen

Rahmenkonzept der Stadt: Dresden wächst und braucht mehr Wohnungen

Die Landeshauptstadt wächst weiter. Wie die Beigeordneten für Stadtentwicklung beziehungsweise Ordnung und Sicherheit Jörn Marx (CDU) und Detlef Sittel (CDU) in einer gemeinsamen Pressekonferenz über das Rahmenkonzept Wohnen mitteilten, werde die Dresdner Bevölkerung, die heute mit 537.000 beziffert werden kann, bis 2030 auf 584.600 Einwohner anwachsen – vorausgesetzt die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt reißt nicht abrupt ab.

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Quelle: Stadt Dresden
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Doch der große Höhenflug, der derzeit seinen Gipfel erlebt, ist bald vorbei. „Ab Ende des Jahrzehntes wird sich bemerkbar machen, dass Mitte und Ende der 90er Jahre wenig Kinder geboren wurden Wir gehen zwar davon aus, dass die Geburtenraten weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Die sinkenden Zuzugszahlen – etwa von Studenten – werden dadurch aber nur noch teilweise kompensiert“, erklärt Sittel. Heute wächst Dresden um rund 6000 Einwohner im Jahr. 2030 gibt es jährlich nur noch 800 Neu-Dresdner.

Da der Bedarf an Wohnraum dennoch stark steigen wird – zumindest mittelfristig werden jährlich mehr als 1000 neue Wohneinheiten benötigt – muss weiter kräftig gebaut werden. Die Verwaltung will die Entwicklung im neuen Raumkonzept wohnen mit verschiedenen Maßnahmen ankurbeln: Die Stadt will unter anderem künftig enger mit den Akteuren am Wohnungsmarkt zusammenarbeiten, verstärkt kommunale Grundstücke zur Verfügung stellen und über einen eigenen Grundstücksfonds am Markt investieren. Zusätzlich will man den Druck auf Land und Bund erhöhen, brachliegende Liegenschaften auf den Markt zu werfen. Eigentlich ist der Markt schon jetzt ordentlich im Schwung. 1300 Wohnungen werden derzeit im Jahr gebaut. Dieser Wert hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Potenzielle Flächen gäbe es in jedem Fall genug. Wie der Leiter des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat, mitteilt, könnten in den kommenden 15 Jahren theoretisch 32.000 Wohneinheiten bereitgestellt werden. Eine neue Erhebung zeigt, dass das potenzielle Angebot doppelt so groß ist wie die Nachfrage. Etwa ein Drittel der potenziellen Flächen befindet sich im Besitz der Kommune. Der Rest ist in privater Hand. „Diese gute Ausgangssituation verhindert, dass der Wohnungsmarkt überhitzt“, sagt Szuggat.

Bei allen Überlegungen stellt Baubürgermeister Marx klar: „Wir reden hier über einen groben Fahrplan für unsere Stadtentwicklungspolitik. Jedes Projekt muss in eine politischen Zieldebatte und einen Abwägungsprozess durchlaufen“.

hh

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