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Rätselhafte Steine auf dem Dresdner Theaterplatz

Rätselhafte Steine auf dem Dresdner Theaterplatz

Es gibt sie doch noch: Rätsel in der Dresdner Innenstadt. Und glücklicherweise gibt es auch immer noch aufmerksame Bürger, die diese Rätsel entdecken und zu lösen versuchen.

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Karin Engelbrecht zeigt einen der geheimnisvollen Steine auf dem Theaterplatz.

Quelle: Dietrich Flechtner

Täglich laufen Hunderte Menschen über den Theaterplatz, schießen Fotos vor der Semperoper und dem König Johann Denkmal. Einigen von ihnen wird das kompliziert gelegte Mosaikpflaster auffallen, das den Platz optisch abrundet. Doch fast niemand hat bisher in diesem strengen Muster zehn Pflastersteine bemerkt, die das Gesamtbild zu zerstören scheinen.

Der 74-jährigen Karin Engelbrecht allerdings sind die Pflastersteine ins Auge gesprungen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Im Pflaster sind scheinbar wahllos zehn Steine verlegt worden, die weder in der Größe noch in der Form zum Rest des Musters passen. Vier dieser Steine tragen als Kennzeichnung den Großbuchstaben "K", in die restlichen ist ein "KK" eingemeißelt. "Ich war mir sicher, für diese Steine eine Erklärung zu finden", dachte sich Karin Engelbrecht und schrieb voller Eifer Anfragen an die Drewag - Stadtwerke Dresden, den Denkmalschutz und das Straßen- und Tiefbauamt. Doch schnell stellte sich heraus, das die Pflastersteine rätselhafter sind, als sie anfangs schienen. "Niemand konnte mir bisher eine klare Auskunft geben, was die markierten Steine bedeuten", berichtet Frau Engelbrecht den DNN. Daraufhin wurde sie vom Ehrgeiz gepackt, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Sie trat mit ehemaligen Bauleitern und Fernsehmitarbeitern der DDR in Kontakt, stieß aber nur auf ein Kopfschütteln. "Derartige Steine wären noch keinem aufgefallen und auch in den Archiven sei kein Vermerk dazu", bekam die interessierte Dresdnerin zu hören. Inzwischen erreichte auch uns die Anfrage von Karin Engelbrecht und wir stießen bei der Recherche ebenfalls auf kuriose Erklärungsversuche.

Ein Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes legt uns nahe, dass wir die Steine entweder mit dem Napoleonstein vor der Hofkirche oder dem Krellstein am Jüdenhof verwechseln. Trotz Sichtung aller gesammelten Akten kann auch das Dresdner Stadtmuseum zu diesen Pflastersteinen keine Auskunft geben. Das Kultur- und Denkmalschutzamt vermutet, dass es sich um Markierungspunkte für die Pflasterung des Platzes handeln könnte. Aber auch eine Abkürzung des Pflastersteinwerks Kirchkimmen wäre denkbar.

Doch diese Erklärungen klingen weder für Frau Engelbrecht noch für die DNN plausibel. "Nach wie vor bin ich mir sicher, dass es für jedes Problem auch eine Lösung geben muss", mit diesem Motto möchte die langjährige Dresdnerin weiter forschen. "Ich hoffe, dass jemand diesen Artikel liest und mir sagen kann, was es mit den geheimnisvollen Steinen denn nun wirklich auf sich hat."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.02.2015

S. Stula

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