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Quo vadis BRN - Stadtteil-Aktivisten laden zur Zukunftsdiskussion 

Quo vadis BRN - Stadtteil-Aktivisten laden zur Zukunftsdiskussion 

Das geplante Aus der Bunten Republik Neustadt (BRN) ist für sie keine Überraschung:  Friedrike Beier, die früher im Wohnprojekt Amselhof an der Böhmischen Straße zu Hause war und die Geschichte der Bunten Republik viele Jahre mitgeprägt hat, kann den Wunsch der „Schwafelrunde“ nach einer BRN-Auszeit verstehen.

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Die Stadtreinigung war am BRN-Wochenende mit mehr als 110 Mann und 64 Fahrzeugen in der Neustadt im Einsatz. Dabei mussten die Saubermänner vor allem Plastikmüll einsammeln. Hier sind sie auf der Görlitzer Straße zu sehen.

Quelle: Frank Dehlis

„Die Leute sind müde“, ist sie überzeugt. Beier kennt diese Situation selbst aus ihrer aktiven Zeit, in der sie den Beinamen „Mutter der Neustadt“ bekam. Damals machte sie sich nicht nur als BRN-Aktive einen Namen, Beier war 2001 auch als OB-Kandidatin angetreten und hatte aus dem Stand fast neun Prozent der Stimmen erreicht. Später verhandelte sie mit Stadt und Polizei unter anderem über die Rahmenbedingungen der Bunten Republik. „Wenn sie aber eine Auszeit wollen, müssen sie bereit sein, sich ganz rauszunehmen“, rät sie den Schwafelrunde-Mitstreitern, die für eine Auszeit plädiert haben.

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Die BRN am Samstag

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Die Nachricht von einer Fest-Pause im nächsten Jahr stößt in der Neustadt nicht nur auf Gegenliebe. Mehrere Standbetreiber vom Martin-Luther-Platz diskutierten noch am Sonntagabend die Auszeit. Sie brauchen Planungssicherheit und wünschen sich deshalb möglichst bald ein klares Signal zur Zukunft der Neustadt-Sause. Die Lustgarten-Macher vom Kultur Aktiv e.V. wollen nicht so lange warten. Für sie ist klar: Die BRN darf nicht ausfallen. „Das ist nicht der richtige Weg“, meint der Vereinsvorsitzende Mirko Sennewald. „Um die BRN schöner zu machen, muss man sie nicht ausfallen lassen.“ Außerdem sieht er die „Gefahr“, dass die Stadtverwaltung nach der selbstverordneten Pause so lange keine Neuauflage der Bunten Republik zulässt, bis der immer wieder geforderte Gesamtveranstalter für das Fest gefunden ist.

Die Idee, der BRN eine Auszeit zu verordnen, ist nicht neu. Sie war bereits in der ersten Hälfte der 2000er Jahre im Gespräch, auch damals war Kommerz-Kritik der Auslöser. Doch die Bunte Republik hat bisher alle Versuche, sie pausieren zu lassen, überlebt. Der nächste dieser Versuche steht nun voraussichtlich 2016 bevor. Am 8. Juli lädt die Schwafelrunde zur Diskussion. „Quo vadis, BRN – wer feiert und warum?“ lautet der Titel der Runde in der Scheune, Beginn ist um 19 Uhr.

Unterdessen meldet die Stadtreinigung, dass die BRN-Müllberge beseitigt sind. 67 Tonnen Müll haben mehr als 110 Mitarbeiter am Wochenende und gestern im Festgebiet eingesammelt. Weil noch nicht alle Autos gewogen waren, könnten die mehr als 70 Tonnen von 2014 noch erreicht werden. Zum Vergleich: Neujahr kommen allein im Stadtzentrum regelmäßig etwa 30 bis 40 Tonnen Silvestermüll zusammen.

Christoph Springer

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