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Prozess um tödliche Messerstiche im Trinkermilieu

Landgericht Dresdner Prozess um tödliche Messerstiche im Trinkermilieu

Seit März muss sich Andreas G. vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Der Angeklagte soll im August vergangenen Jahres seinen Kumpel Frank S. mit mehreren Messerstichen getötet haben.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Dresden. „Es war Notwehr, mein Mandant kann deshalb nicht verurteilt werden“, erklärte Verteidiger Ulf Weinhold am Montag in seinem Plädoyer. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage sahen dies anders, sie forderten für Andreas G. jeweils sieben Jahre Haft. Seit März muss sich der 51-Jährige vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Der Angeklagte soll im August vergangenen Jahres seinen Kumpel Frank S. mit mehreren Messerstichen getötet haben.

Die beiden Alkoholiker lebten gemeinsam in der Wohnung des Opfers in Dresden-Johannstadt, Frank S. hatte dem Angeklagten Unterkunft gewährt, als der seine Wohnung verloren hatte. An jenem Tag, beide hatten wieder reichlich getrunken, gab es Streit. „Frank suchte sein Portemonnaie und dachte, ich hätte es ihm geklaut. Plötzlich spürte ich einen Stich im Rücken,“ erzählte der Angeklagte. Es gab eine Rangelei, Andreas G. verpasste dem Opfer einige Ohrfeigen und stach ihm dann mehrmals in die Brust. Danach rief er den Rettungsdienst. Zu spät für Frank S. der 67-Jährige hatte schwere innere Blutungen erlitten und starb trotz ärztlicher Hilfe an einem Verblutungsschock. Auch Andreas G. kam ins Krankenhaus. Als die Polizei anrückte, hatte er ein Stilett im Rücken – er war wirklich attackiert worden.

Der Angeklagte räumte die tödlichen Messerstiche ein. „Ich habe das nicht gewollt, er war mein Freund. Aber ich dachte, dass er noch einmal zusticht“. An viel kann sich der 51-Jährige allerdings nicht mehr erinnern. Er erzählt ständig etwas anderes und vieles passt nicht zusammen. Es war auch nicht das erste Mal, dass der Angeklagte seinen Freund attackierte. Im März 2015 war er verurteilt worden, weil er mit einem Komplizen Frank S. überfallen haben soll. Andreas G. wies dies zurück und legte Berufung ein. Als er aus der U-Haft kam, nahm ihn Frank S. trotzdem wieder bei sich auf. Fünf Monate später war er tot. In der kommenden Woche verkündet die Kammer das Urteil.

Von Monika Löffler

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