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Prozess gegen „Gruppe Freital“ – Dresdner Opfer planen Nebenklage

Rechtsterrorismus: Prozess gegen „Gruppe Freital“ – Dresdner Opfer planen Nebenklage

Im wahrscheinlichen Prozess gegen die rechtsterroristische „Gruppe Freital“ plant das Dresdner Wohnprojekt „Mangelwirtschaft“ aus Übigau eine Nebenklage. Das teilten die Hausbewohner jetzt mit. Das Hausprojekt war nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft im Oktober 2015 eines der Angriffsziele der Freitaler Gruppe.

Im wahrscheinlichen Prozess gegen die rechtsterroristische „Gruppe Freital“ plant das Dresdner Wohnprojekt „Mangelwirtschaft“ aus Übigau eine Nebenklage.

Quelle: dpa

Dresden. Im wahrscheinlichen Prozess gegen die rechtsterroristische „Gruppe Freital“ plant das Dresdner Wohnprojekt „Mangelwirtschaft“ aus Übigau eine Nebenklage. Das teilten die Hausbewohner jetzt mit. Das Hausprojekt war nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft im Oktober 2015 eines der Angriffsziele der Freitaler Gruppe.

„Wir möchten, dass die Zusammenhänge zwischen der Gruppe Freital und den rassistischen Bürgerprotesten in Freital und Übigau aufgeklärt werden“, so Sprecherin Judith Seifert. Man wolle den Prozess kritisch begleiten, auch um zu zeigen, dass rassistische Hetze vieler die Taten der Gruppe Freital erst möglich gemacht habe.

Ein Jahr nach einer Anschlagsserie von Rechtsextremen in Freital und auch Dresden hat der Generalbundesanwalt laut einem Medienbericht sieben Männer und eine Frau angeklagt. Er wirft ihnen vor, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und MDR am Montag. Die mehr als 160 Seiten starke Anklageschrift sei den Anwälten in diesen Tagen zugestellt worden. Der Prozess soll in Dresden stattfinden. Dafür wird momentan der Speisesaal der künftigen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende am Hammerweg zum Gerichtssaal umgerüstet.

Die Bundesanwaltschaft wollte die Anklageerhebung zunächst nicht offiziell bestätigen. Die Öffentlichkeit werde erst unterrichtet, wenn eine Zustellung an alle Verfahrensbeteiligten erfolgt sei, erklärte ein Sprecher in Karlsruhe.

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) sieht den Freistaat weiter in der Verantwortung. „Das ist ein wichtiges Signal, dass gerade die sächsische Justiz die Vorgänge aufarbeitet“, sagte Gemkow am Dienstag MDR Aktuell in Halle. Er habe großes Vertrauen in die handelnden Personen am Oberlandesgericht Dresden, das für den Prozess zuständig sein werde. Gemkow fügte hinzu, dass der Generalstaatsanwalt weiter prüfen müsse, ob es überregionale Vernetzungen gebe.

Von Juli 2015 an hätten die Mitglieder der „Gruppe Freital“ versucht, ihre rechtsextremistische Gesinnung durchzusetzen, indem sie Anschläge begingen. Ihre Ziele waren demnach Asylsuchende sowie politisch Andersdenkende. So sollen die Verdächtigen unter anderem Asylbewerberheime sowie das Auto eines Stadtrats der Linkspartei angegriffen haben. Dabei kam zwar niemand ums Leben, die Ermittler gehen gleichwohl von versuchtem Mord aus: Die Täter hätten den Tod der Opfer billigend in Kauf genommen, heißt es laut Bericht in der Anklageschrift.

DNN/dpa

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Terrorismus
Sachsens Justizminister Gemkow

Freital. Nach der Anklage gegen die rechtsextreme „Gruppe Freital“ sieht Sachsens Justizminister Gemkow den Freistaat weiter in der Verantwortung. „Das ist ein wichtiges Signal, dass gerade die sächsische Justiz die Vorgänge aufarbeitet“, sagte Gemkow.

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