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Proteste rund um „Prinz Eugen“ haben nachgelassen

Laubegast Proteste rund um „Prinz Eugen“ haben nachgelassen

Die Bürgerinitiative „Laubegast ist bunt“ veranstaltet am Sonntag ein interkulturelles Familienfest auf dem Gelände des Kinder- und Jugendhauses „Chilli“. Eingeladen sind Bürger und Geflüchtete aus ganz Dresden. Die Organisatoren hoffen, dass auch Kritiker kommen.

Im ehemaligen Hotel Prinz Eugen leben inzwischen Flüchtlinge

Quelle: Flechtner (Archiv)

Dresden. Die Bürgerinitiative „Laubegast ist bunt“ veranstaltet am Sonntag ein interkulturelles Familienfest auf dem Gelände des Kinder- und Jugendhauses „Chilli“. Eingeladen sind Bürger und Geflüchtete aus ganz Dresden zum gemeinsamen Austausch und Kennenlernen. Von 14 bis 18 Uhr gibt es unter anderem Live-Musik, ein Märchenzelt und verschiedene kulinarische Angebote. Für Erwachsene gibt es die Möglichkeit zu einem interkulturellen Training. „Außerdem können wir auf dem großen Gelände des Jugendhauses zahlreiche Sportspiele veranstalten, die bei schlechtem Wetter auch nach drinnen verlegt werden können“, so Netzwerkkoordinator Claus Dethleff. Von dem Nachmittag erhofft er sich einen vollen Erfolg. „Bereits letztes Jahr hatten wir ein ähnliches Fest, das bei herrlichem Wetter rund 500 Leute angelockt hat. Das würden wir gerne wiederholen.“ Schön wäre es laut Dethleff, wenn auch Kritiker kämen, die den Flüchtlingen, beispielsweise aus dem ehemaligen Laubegaster Hotel „Prinz Eugen“, eher mit gemischten Gefühlen gegenüber stehen. „Jeder sollte sich möglichst unvoreingenommen ein Bild machen können. Nach persönlichen Begegnungen werden Vorurteile nämlich oft abgebaut.“

Rund um das „Prinz Eugen“ ist es in den letzten Monaten ruhig geworden, nachdem es zunächst zahlreiche Proteste seitens verschiedener flüchtlingskritischer Bürgerinitiativen gegeben hatte. „Aber die Demonstranten haben eigentlich keine Grundlage mehr“, so Dethleff. „Es gibt keine Vorfälle und es ist ruhig. Keine der heraufbeschworenen Weltuntergangsszenarien sind eingetroffen, die von einigen geforderte Bürgerwehr ist nicht nötig.“ Nachdem zunächst alleinreisende Männer in dem Wohnheim untergekommen waren, sind dort nun auch Familien wohnhaft. Zudem haben sich die Demonstranten gewissermaßen selbst aus dem Verkehr gezogen, mutmaßt Dethleff. „Nachdem es am 8. Juni eine Versammlung der ‚Laubegaster Wellenlänge’ von dem Wohnheim gab, habe ich mal bei der Stadt nachgefragt, warum ihnen die Versammlung dort gestattet wurde. Wie sich herausgestellt hatte, war das nicht der Fall, daher glaube ich, dass sie eine ordentliche Ermahnung bekommen haben.“

Von Gerrit Menk

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